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Bundesverdienstkreuz für Arvo Pärt - Erfinder des "Tintinnabuli-Stils" Arvo Pärt - Jahrzehnte in Berlin

Der estnische Komponist Arvo Pärt ist einer der bedeutendsten lebenden Komponisten Neuer Musik. Weit über die Klassik-Szene hinaus ist er berühmt und geliebt, seine Musik häufig gespielt. Nun ist der 86-Jährige mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.

Arvo Pärt | Bildquelle: Universal Edition / Eric Marinitsch

Bildquelle: Universal Edition / Eric Marinitsch

Aufgewachsen in Estland, zeichnet Arvo Pärt vor allem eine starke Verbindung zu Deutschland aus. Nachdem er 1980 auf politischen Druck hin aus der Sowjetunion zunächst nach Wien emigriert war, kam er ein Jahr später nach Berlin. Dort lebte und arbeitete er fast 30 Jahre lang, schrieb und komponierte einige seiner großen Werke, unter anderem die Berliner Messe. Besonders bekannt ist er für seinen minimalistischen Glöckchen-Stil, den „Tintinnabuli-Stil“, der meditativ, intuitiv und einfach klingt und von mystischen Erfahrungen Pärts mit Kirchengesang inspiriert ist.

Deutsche Sprache als Inspiration - "Dafür bin ich zutiefst dankbar"

Arvo Pärt erhielt das Bundesverdienstkreuz als Anerkennung und Dank für seinen Beitrag zur klassischen Musik im Allgemeinen, aber auch für die Verwendung deutscher Texte in seinen Werken. "Die deutsche Sprache hat mich beim Komponieren mehrerer Werke inspiriert", sagte er selbst einmal. "Sicherlich hat die Berührung mit vielen deutschsprachigen Texten sowohl mich als auch meine Musik geformt. Dafür bin ich zutiefst dankbar."

Verliehen wurde das Bundesverdienstkreuz am Freitag im Arvo-Pärt-Zentrum in Laulasmaa, Estland. Es ist die höchste Anerkennung der Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl und wird seit 1951 sowohl an in- als auch an ausländische Bürgerinnen und Bürger vergeben.

Sendung: "Leporello" am 12. November 2021 ab 16.05 Uhr auf BR-KLASSIK

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