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Augsburger Theater wird Staatstheater Orientierung am Nürnberger Modell

Als drittgrößte Stadt Bayerns wird Augsburg nach München und Nürnberg ein Staatstheater bekommen. Bereits zur kommenden Spielzeit ist es soweit. Das nötige Geld kommt vom Freistaat, der auch noch höhere Qualität erwartet.

Blick vom Kennedy Platz mit Skulptur Ostern, auf das Theater in Augsburg. | Bildquelle: BR/Herbert Ebner

Bildquelle: BR/Herbert Ebner

Das Augsburger Stadttheater soll nach dem bereits in Nürnberg angewandten Stiftungsmodell in ein Staatstheater umgewandelt werden. Wie Bayerns Kunstministerin Marion Kiechle und Oberbürgermeister der Stadt Augsburg Kurt Gribl (beide CSU) am Freitag ankündigten, sollen die städtischen Bühnen bereits in der kommenden Spielzeit 2018/19 als Staatstheater fungieren.

Finanzierung nach Nürnberger Modell

Nürnberger Schauspielhaus des Staatstheaters in Nürnberg | Bildquelle: Daniel Karmann/dpa Bildquelle: Daniel Karmann/dpa Künftig werden Freistaat und Stadt dann jeweils zu gleichen Teilen das Theater finanzieren. Dieses Konzept wurde bereits in der Vergangenheit bei der Umwandlung des Nürnberger Schauspielhauses zu einem Staatstheater angewandt. Inklusive Einnahmen aus Kartenverkäufen und Sponsoring hat das Augsburger Haus derzeit einen Etat von rund 30 Millionen Euro. Wie Kunstministerin Marion Kiechle erläuterte, steigen damit die Zuschüsse des Freistaats, die in den Kulturstandort investiert werden, für die Betriebskosten des Theaters von einem Drittel auf die Hälfte.

Das zusätzliche Geld soll für eine höhere künstlerische Qualität ausgegeben werden.
Bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst

Oberbürgermeister Kurt Gribl erläuterte, dass noch nicht ganz genau absehbar sei, ob die Stadt dadurch vielleicht drei oder fünf Millionen Euro pro Jahr spare. Auch er betonte, dass auf längere Sicht auf jeden Fall die Qualität der Bühne erhöht werden soll.

Bekenntnis zu Kulturstandort Augsburg

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte in seiner Regierungserklärung vor einigen Wochen angekündigt, dass das Augsburger Stadttheater künftig als weiteres bayerisches Staatstheater fungieren soll. Derzeit spielt das Augsburger Theater in Ausweichstätten, weil das historische Haus in den nächsten Jahren modernisiert wird. Die Sanierungskosten von rund 190 Millionen Euro werden ebenfalls überwiegend von Bayern bezahlt.

Sendung: "Leporello" am 18. Mai 2018 ab 16:05 Uhr in BR-KLASSIK.

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