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Bamberger Symphoniker - Saison 2018/19 "Vielsprachig, mehrstimmig und redegewandt"

Am 4. Mai hat Intendant Marcus Rudolf Axt die Konzertsaison der Bamberger Symphoniker 2018/19 vorgestellt. Unter dem Motto "Symphonische Erzählungen" widmet sich das Orchester Musik vom Barock bis heute. Neben Chefdirigent Jakub Hrůša werden renommierte Dirigenten und Solisten gastieren.

Bamberger Symphoniker in der Konzerthalle Bamberg | Bildquelle: © Andreas Herzau

Bildquelle: © Andreas Herzau

"Symphonische Erzählungen" – unter dieses Motto stellen die Bamberger Symphoniker die Konzertsaison 2018/19. Nachdem das Orchester erst vor kurzem für seine innovative Spielplangestaltung ausgezeichnet wurde, verspricht das Motto der neuen Saison wieder anspruchsvolle und durchdachte Konzertprogramme. Intendant Marcus Rudolf Axt weist auf die Vielfalt hin, die das Saisonmotto ermöglicht und die sich aus dem multinationalen Klangkörper fast wie von selbst ergibt: "Unser Orchester ist vielsprachig, mehrstimmig und redegewandt – wir spielen Werke von Abrahamsen über Bach und Chopin bis Weber, vom Barock bis ins 21. Jahrhundert, von Armenien bis Amerika."

Werke, die etwas erzählen

Komponist Jakub Hrůša | Bildquelle: Prager Philharmonia Jakub Hrůša | Bildquelle: Prager Philharmonia Ausgangspunkt der Leitidee "Symphonische Erzählungen" ist Smetanas Epos "Má Vlast" ("Mein Vaterland"), gewissermaßen die musikalische Visitenkarte von Chefdirigent Jakub Hrůša. Dieses Werk spielen die Bamberger Symphoniker unter anderem bei Gastspielen in Baden-Baden, Innsbruck, Hamburg, Lugano, Prag und Zürich. Ein weiterer Schwerpunkt ist Musik von Robert Schumann, ein Komponist der selbst literarisch tätig war und dessen Werke sich oft auf Märchen, Gedichte und Erzählungen beziehen. Der Verwandtschaft der Wörter "Romantik" und "Roman" wird in der Musik nachgespürt; es stehen Werke im Mittelpunkt, die etwas erzählen, die aber weit über bloße Nacherzählung hinausgehen.

Dabei liegt der Fokus neben den Klassikern der Programmmusik wie Franz Liszt oder Nikolai Rimskij-Korsakow ebenso auf weiteren interessanten Aspekten, wie der Entdeckung nationaler Identität im 19. Jahrhundert durch Volkssagen und Legenden etwa bei Antonin Dvořák oder Edvard Grieg. Manchmal erzählt auch das Leben selbst die schönsten Geschichten, die sich in der Musik der Komponisten widerspiegeln, am bekanntesten in Berlioz‘ das eigene Leben und Lieben reflektierender "Symphonie fantastique".

Hochkarätige Dirigenten und Solisten zu Gast

Wichtig bei "Symphonischen Erzählungen" sind auch die Erzähler. Dazu haben die Bamberger Symphoniker auch in der kommenden Saison hochkarätige Dirigenten und Solisten eingeladen, darunter neben den Ehrendirigenten Herbert Blomstedt und Christoph Eschenbach etwa Juanjo Mena, Marek Janowski, Rafael Payare oder Manfred Honeck sowie Frank Peter Zimmermann, Vilde Frang, Mischa Maisky oder Barbara Hannigan. Als Portraitkünstler konnte das Orchester einen Musiker gewinnen, der vor allem durch seine musikalischen Grenzgänge von sich reden macht: den schwedischen Klarinettisten Martin Fröst.

Konzertreisen und Sendeplatz bei BR-KLASSIK

Neben seinen Konzertreihen in Bamberg und seinen regelmäßigen Auftritten in Nordbayern und bei den großen Festivals in Deutschland unternimmt das Orchester wieder zahlreiche Konzertreisen, unter anderem nach Skandinavien, in die neue Pariser Philharmonie und nach Tschechien zur Eröffnung des Musikfestivals "Prager Frühling". Weiterhin sind die Bamberger Symphoniker auf BR-KLASSIK auf ihrem eigenen Sendeplatz mehrmals im Monat mittwochs um 20:05 Uhr zu hören.

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