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Bayreuther Festspiele 2021 Noch viel Klärungsbedarf

Die Bayreuther Festpiele 2021 finden statt, so viel ist klar. Allerdings ist auch vieles noch unklar. Corona macht die Planungen nicht leicht: Wird auch dieses Jahr ein roter Teppich ausgerollt? Wie viel Publikum darf hinein ins Festspielhaus? Und vor allem: Wer finanziert das alles? BR-KLASSIK hat beim Kulturreferenten der Stadt Bayreuth nachgefragt.

Blick auf das Festspielhaus in Bayreuth: Jedes Jahr finden hier auf dem "Grünen Hügel" die "Bayreuther Festspiele" statt.  | Bildquelle: dpa-Bildfunk/Daniel Karmann

Bildquelle: dpa-Bildfunk/Daniel Karmann

Bayreuther Festspiele 2021

Gespräch mit Benedikt Stegmayer zum Planungsstand

Dass sogar die nahe Zukunft in den Sternen steht, ist eine Erfahrung, die der Kulturbetrieb schon seit einem guten Jahr macht. Corona erschwert die Planungssicherheit. Das gilt auch für die Bayreuther Festspiele. Sicher ist nur eines: Der Grüne Hügel bleibt dieses Jahr nicht verwaist. Am 25. Juli starten die Wagner-Festspiele mit der Premiere von "Der Fliegende Holländer".

Offene Fragen

Normalerweise sind die Planungen zwei Monate vor Festspielbeginn schon weitgehend abgeschlossen. Dieses Jahr sind allerdings noch viele Fragen offen: Wie viele Zuschauer dürfen überhaupt live im Opernhaus dabei sein? "Die Frage müssen Sie dem Gesundheitsministerium stellen", sagt Benedikt Stegmayer, Kulturreferent der Stadt Bayreuth, im Interview mit BR-KLASSIK. Auch ob für Geimpfte und Genese Erleichterungen gelten, ist noch nicht entschieden. Derzeit sieht das Hygienekonzept in jedem Fall den Vorweis eines negativen Corona-Tests vor. Traurigerweise ist eines der wenigen Dinge, die schon feststehen, ebenfalls ein Symptom von Corona: Es wird keinen roten Teppich geben. Das sei in diesem Jahr nicht angemessen, sagt Stegmayer.

Unsicherheiten der Finanzplanung

Auch die Finanzierung ist noch nicht in trockenen Tüchern. Aktuell spielt das Festspielhaus verschiedene Szenarien durch: vom vollen Haus bis zum Worst-Case-Szenario mit nur 200 verkauften Plätzen. "Tatsächlich ist das Bedauerliche, dass die Bayreuther Festspiele sehr erfolgreich sind, was einem in so schwierigen Zeiten wie aktuell etwas auf die Füße fällt", sagt Stegmayer.

Normalerweise finanzieren sich die Festspiele zu 65 Prozent aus den Ticketeinnahmen. Dürften tatsächlich nur zweihundert (statt der möglichen 1974) Zuschauer ins Festspielhaus, müssten die Gesellschafter tief in die Tasche greifen. Darunter auch die Stadt Bayreuth. Knapp drei Millionen Euro wären in diesem Fall an Unterstützung nötig. Doch dass es so weit kommt, hält Stegmayer für unwahrscheinlich. Und auch sonst betont er eher die positiven Seiten der Festspiele.

Ich denke, die großartige Nachricht ist, dass inzwischen nach gut eineinviertel Jahren kultureller, künstlerischer Flaute wieder Musik live möglich ist.
Benedikt Stegmayer, Kulturreferent der Stadt Bayreuth

Gute Nachrichten gibt es auch für all jene, die aufgrund der beschränkten Platzzahl keine Tickets für die Festspiele ergattern. Zumindest die Premiere des "Holländer" können alle Bayreuth-Fans live im Stream oder im Radio verfolgen.

Sendung: "Leporello" am 25. Mai ab 16.05 Uhr auf BR-KLASSIK

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