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BRSO startet in die neue Saison Hommage an die 1920er Jahre

Avantgarde, Jazz, Neoklassizismus - mit einer Hommage an die 1920er Jahre startet das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in die neue Konzertsaison. Zusammen mit Artist in Residence Kirill Gerstein setzt sich die junge deutsch-japanische Dirigentin Erina Yashima mit Werken dieser spannenden Epoche auseinander.

Die Dirigentin Erina Yashima | Bildquelle: Todd Rosenberg

Bildquelle: Todd Rosenberg

Richtig in eine Schublade stecken lässt sich die Musik der 1920er Jahre nicht. Jazz steht neben der Operette und Avantgarde neben dem Neoklassizismus. Es gibt nicht die eine Stilistik, die das Jahrzehnt widerspiegelt. Eher eine große Vielfalt von Musikstilen, die in dieser Zeit aufeinanderprallen. Ein Spiegelbild der Gesellschaft?  

Dirigentin Erina Yashima eröffnet die BRSO-Konzertsaison

"Wir können das vielleicht nur in Ansätzen nachvollziehen, was diese Zeit zwischen den Kriegen eigentlich politisch und gesellschaftlich bedeutet hat", sagt die Dirigentin Erina Yashima, die am Mittwochabend im Münchner Werksviertel-Mitte die neue Konzertsaison am Pult des BRSO eröffent. Gemeinsam mit Solist*innen des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks sowie mit dem diesjährigen Artist in Residence des Orchesters, dem Pianisten Kirill Gerstein.

Artist in Residence Kirill Gerstein

Mit Blick zurück auf das Jahr 1923 sieht der US-amerikanische Pianist russischer Herkunft Parallelen zur Gegenwart, in der es anti-demokratische Entwicklungen auf der ganzen Welt gibt. "Wir haben gedacht, wir hätten mehr Fortschritte gemacht. Manchmal ist das enttäuschend. Aber wir bleiben dran und jede Generation addiert etwas hinzu", so Kirill Gerstein.

Geschichte wiederholt sich, weil Menschen Menschen sind.
Dirigentin Erina Yashima

Kirill Gerstein | Bildquelle: Marco Borggreve In der Saison 2022/23 Artist in Residence beim BRSO: Kirill Gerstein | Bildquelle: Marco Borggreve Gemeinsam nehmen sie bei ihrem Konzert das Jahr 1923 in den Fokus und spielen Musik von Darius Milhaus, Igor Strawinsky, Edgar Varèse und George Gershwin – in kleiner Besetzung. Auch, weil die kleine Besetzung das Ergebnis einer weltweiten Katastrophe gewesen sei, sagt Kirill Gerstein - dem Ersten Weltkrieg, der erst wenige Jahre zuvor zu Ende gegangen war.

Programm & Konzertinfos:

Darius Milhaud: La création du monde, op. 81
Igor Strawinsky: Oktett für Blasinstrumente
Edgar Varèse: "Octandre"
George Gershwin: "Rhapsody in Blue" for Piano and Jazzband

Mittwoch, 21. September 2022, 19:00 Uhr
TonHalle im Werksviertel-Mitte, München

Kirill Gerstein gibt an demselben Abend ein zweites Konzert mit Solist*innen des BRSO und mit Werken von Francis Poulenc, Bohuslav Martinů und Johann Strauß Sohn. Beginn ist in der TonHalle um 21:00 Uhr.

Sendung: "Allegro" am 21. September 2022, um 6:05 Uhr auf BR-KLASSIK

Kommentare (1)

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Reinhold Winkler

Gendersprache

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sorry, ich kann mir nicht helfen:
Beim Lesen ihrer eigentlich sehr informativen Texte stolpert man ständig über die* Ihrer Gendersprache.
Das macht das Lesen schon sehr beschwerlich; der Lesefluss durch ein ständiges „Achtung“ unterbrochen. Aber Achtung wovor?

Warum schreiben Sie nicht einfach Leserinnen und Leser… oder Komponistinnen und Komponisten usw.
Denn eigentlich werden Sie erst damit der weiblichen und männlichen Individualität der genannten Persönlichkeiten wirklich gerecht. Ansonsten kreieren Sie mit Ihrer *Bezeichnung eigentlich eine geschlechtsneutrale, weiblich geprägte Zwitterperson, die weder Mann noch Frau ist oder weder Frau noch Mann…

Wäre es nicht besser, statt dieser seltsam sich einbürgernden*Lösung einfach von Komponistinnen, Leserinnen zu sprechen… wenns schon unbedingt sein muss…bis endlich alle Geschlechter sich adäquat wahrgenommen fühlen.

Nichts für ungut
Mit freundlichen Grüßen
Reinhold Winkler

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