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Weitere Lockerungen in der bayerischen Kulturbranche Mehr Publikum bei Veranstaltungen möglich

200 und 400 – das sind aktuell die wichtigsten Zahlen für die bayerische Kulturszene. Ab Mittwoch dürfen doppelt so viele Menschen wie bisher Veranstaltungen in Bayern besuchen. Geltende Bedingungen bleiben weiterhin bestehen.

Die Münchner Philharmoniker im Gasteig | Bildquelle: Hans Engels

Bildquelle: Hans Engels

Ab dem 15. Juli können in Bayern kulturelle Veranstaltungen mit bis zu 400 Gästen im Freien und bis zu 200 Gästen in geschlossenen Räumen stattfinden. Das teilte Bayerns Kunstminister Bernd Sibler am Dienstag im Anschluss an die Sitzung des Bayerischen Kabinetts auf Schloss Herrenchiemsee mit. Voraussetzung ist aber weiterhin, dass die Sitzplätze zugewiesen und gekennzeichnet sind.

"Kulturelle Freuden" trotz Corona

Bernd Sibler | Bildquelle: Peter Jungblut/BR Bayerischer Kunstminister Bernd Sibler | Bildquelle: Peter Jungblut/BR Ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze sind 100 Personen in geschlossenen Räumen und 200 Personen im Freien möglich. Auch die entsprechenden Schutz- und Hygienekonzepte gelten weiter. Diese Entscheidung sei auf Basis der vorliegenden Infektionszahlen möglich gewesen, so der Kunstminister. Sibler sei wichtig, Gesundheitsschutz auf der einen Seite und kulturelle Freuden auf der anderen Seite miteinander in Einklang zu bringen.

Wir können damit einen weiteren wichtigen Schritt für das kulturelle Leben in Bayern in der Corona-Krise gehen.
Bayerns Kunstminister Bernd Sibler

Entwicklung der Lockerungen in Bayern

11. Mai: Wiedereröffnung von Museen, Bibliotheken, Galerien und Ausstellungen im Freistaat
Anfang Juni: Wiederaufnahme des Probenbetriebs auch für Laienmusikerinnen und -musiker, außer Chöre
Mitte Juni: kulturelle Veranstaltungen mit bis zu 50 Gästen in geschlossenen Räumen und bis zu 100 Gästen im Freien
22. Juni: Eingeschränkte Wiederaufnahme des Probenbetriebs für Chöre
22. Juni: Verdoppelung der Besucherzahlen auf bis zu 100 bzw. bis zu 200
15. Juli: Weitere Verdoppelung der Besucherzahlen auf bis zu 200 bzw. bis zu 400

Kommentare (2)

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Dienstag, 21.Juli, 02:55 Uhr

Bormann, Manfred

Kultur in München

Entgegen allen Bedenken melde ich mich als Jounalist i.R. und Ruhestands-Genießer der Münchner Kultur, der vor Corona für "musikalische Klassik" in hiesigen Konzert- und Opernhäusern zumindest zweimal pro Woche samt Anhang unterwegs war: Dieser Genuss blieb einem im Berufsleben zumeist verwehrt, denn das Geldverdienen hatte damals zeitlichenVorrang. Und ich war ein sogenannter Freiberufler!

Doch die derzeitigen Versammlungs-Regeln sind bei allem Verständnis für einschlägige Notwendigkeit geradezu unterirdisch unprofessionell und ausschließlich vom Unverständnis bestimmender Politiker und Beamten fürs solcherlei Probleme bestimmt!
Nur - falls man an die frühere Hochkultur dieser Stadt denkt und überhaupt - das Beten hilft da noch: "Herr, lass' Hirn regnen": Die Staatsregierung jedoch scheint das ohne göttliche Hilfe nicht zuschaffen!

Donnerstag, 16.Juli, 16:57 Uhr

Beate Schwärzler

Lockerungen in Bayern im Kulturbetrieb

Schübchenweise zugeteilt wird die Kultur in Bayern - während längst dichtbepackte Flieger
ins Ferienparadies Mallorca gestartet sind und Fußball war sowieso bevorzugt.

"Wir wollen diese unzivilisierten Touristen hier nicht haben. Sie sollen nicht kommen."
So der Tourismusminister auf Mallorca über die "Ballermann-Deutschen", die, im voll-bepackten Flieger angereist, wieder Party machten ohne jede Vorsicht, ohne jeden Schutz.
(So kam es gerade eben in den Fernsehnachrichten.)

Und den meist gebildeteren Besuchern von Konzerten, von Theatern, von Jazzclubs..., die sich sehr wohl zu benehmen wissen - traut Bayerns Kunstminister Bernd Sibler mehr -
nicht zu ???

Das ist in vollbewußter Wut geschrieben und mit freundlichen Grüßen an den BR
Beate Schwärzler

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