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"Bayern spielt" – der Kultursommer in Bayern "Ein Comeback von Lebensfreude"

"Bayern spielt" – so lautet das Motto des Kultursommers 2021 in Bayern. Nach einer langen Zwangspause will das Kunstministerium die Kulturbranche neubeleben. Bereits im Oktober hatte Markus Söder das Programm angekündigt. Jetzt soll es Realität werden.

Helge Schneider live auf der Bühne am 09.08.2020 in München, Deutsches Museum, Innenhof, Open-Air | Bildquelle: picture alliance / Jens Niering

Bildquelle: picture alliance / Jens Niering

Lange wurde er hinausgezögert, doch nun steht der Startpunkt fest: Am 29. Juni soll der Kultursommer in Bayern beginnen. Auftakt bildet eine Veranstaltungsreihe am Königsplatz in München. Eine Woche lang soll es hier Veranstaltungen aus den verschiedensten Sparten der Kunst geben, etwa mit den Münchner Symphonikern oder dem Residenztheater. Ziel ist es, unter dem Motto "Bayern spielt" der Kunst und Kultur in Bayern wieder einen Aufschwung zu geben. "Es ist auch das Comeback von Lebensfreude, Kreativität und sicherlich für viele von uns auch Seelennahrung", so Kunstminister Bernd Sibler.

Ungewöhnliche Veranstaltungsorte

Bayern selbst beteiligt sich mit eigenen Veranstaltungen nur an der Auftaktwoche, einem Theaterfestival im Englischen Garten und an der Abschlussveranstaltung. Für den restlichen Kultursommer lässt der Freistaat den Künstlerinnen und Künstlern freie Hand. Verteilt über ganz Bayern bieten zahlreiche Gemeinden über 900 Flächen an, die alle interessierten Kulturschaffenden für ihre Veranstaltungen nutzen können. Mit dabei ist auch wieder der Innenhof des Deutschen Museums in München, wo schon letztes Jahr der Jazzmusiker und Entertainer Helge Schneider auftrat. So sollen möglichst vielfältige, große und kleine Kulturereignisse stattfinden. Dabei steht nicht nur die Kunst an sich im Vordergrund, sondern auch die Orte selbst, wie Sibler sagt: "Wir haben in allen Kommunen Bayerns Orte, wo man bisher vielleicht nicht so hin konnte, wo aber kulturelle Veranstaltungen super stattfinden können."

Freistaat bietet Fördermöglichkeiten

Für die Durchführung des Kultursommers stellt das Kunstministerium eine große Reihe an Fördermöglichkeiten zur Verfügung. Bisherige Förderprogramme werden bis in den Winter hinein verlängert und sollen zusätzliche Mittel für den Kultursommer bereitstellen. Auch der Sonderfond des Bundes soll für das Projekt genutzt werden können. Für den Fall pandemiebedingter Absagen wird es außerdem ab dem 1. September für größere Veranstaltungen eine Ausfallabsicherung geben, gab Sibler bekannt.

Internet-Plattform als Zentrum

Dreh- und Angelpunkt des Kultursommers bildet die Internet-Plattform bayernspiel.info. Sowohl Besucherinnen und Besucher als auch Kunstschaffende sowie Veranstalter sollen sich hier schnell und einfach über alles informieren können: Veranstaltungen, Spielstätten, Corona-Auflagen, aber auch Fördermöglichkeiten. Noch steht die Plattform am Anfang, sie soll aber nach und nach immer umfangreicher werden – vor allem dann, wenn Künstlerinnen und Künstler ihre Veranstaltungen eintragen.

Sendung: "Leporello" am 10. Juni 2021 ab 16:05 Uhr auf BR-KLASSIK

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