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Orchestervereinigung warnt vor Aussetzen des Musikunterrichts Unterrichten oder verbieten?

Schon vor der Coronapandemie hatte es der Musikunterricht an Schulen nicht leicht. Zur Vermeidung einer Ansteckung soll der Unterricht in einigen Bundesländern eingeschränkt oder gleich ganz verboten werden. Das kritisiert jetzt die Deutsche Orchestervereinigung - und plädiert für maßvolle Regelungen.

Festkonzert Vilshofen: Die unglaubliche Jazzband, Musikschule Geretsried e.V. | Bildquelle: Franziskus Büscher

Bildquelle: Franziskus Büscher

In Baden-Württemberg oder Schleswig-Holstein seien vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie für das kommende Schuljahr schon einige Unterrichtsverordnungen wie ein Totalverbot des Musikunterrichts erlassen worden, sagte Jan-Christian Hübsch, stellvertretender Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung, am Donnerstag in Berlin. Andere Bundesländer wie Rheinland-Pfalz und Berlin zeigten, dass es unter Einhaltung umsichtiger Hygienekonzepte auch anders gehe.

Die systematische und nachhaltige Förderung des musikalischen Nachwuchses ist das Fundament unserer weltweit einmaligen professionellen Orchester- und Chorlandschaft.
Jan-Christian Hübsch, stellvertretender Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung

Mildere Mittel statt Verbot

Diese über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen dürften nicht kurzfristigen, unausgewogenen Überlegungen geopfert werden. Zudem sollte sich jegliche Form von Einschränkungen am Grundsatz der Verhältnismäßigkeit messen lassen. Statt eines Verbots musikalischer Aktivitäten seien mildere Mittel denkbar, die ebenso zweckdienlich und geeignet seien, die Gesundheit beim Musizieren zu schützen, sagte Hübsch. Dazu gehörten neben den allgemeinen Hygienevorschriften zum Beispiel Mindestraumgrößen, Mindestsicherheitsabstände sowie Lüftungspflichten.

Sendung: "Leporello" am 17. Juli, ab 16.05 Uhr auf BR-KLASSIK

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