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Künstlerhilfsprogramm des Freistaats Bayern Computerprobleme verzögern Hilfsgelder

Bayern sei ein Kulturstaat, der seine Künstler nicht alleine lasse, sagte Markus Söder in seiner Regierungserklärung am 20. April. Und er versprach weitere Unterstützung. Das ist mehr als zwei Wochen her und der Antrag zum neuen Künstlerhilfsprogramm steht immer noch nicht zur Verfügung.

Soforthilfe-Antrag | Bildquelle: picture-alliance/dpa

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Andere Bundesländer wie Berlin, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg haben es vorgemacht und Künstlerinnen und Künstlern eine Soforthilfe für deren Lebensunterhalt zugesagt, vor allem dann, wenn sie bei anderen Hilfsprogrammen wegen zu geringer Betriebsausgaben durchs Raster fielen. Bayern zog Ende April nach: Am 20. April sagte Markus Söder in seiner Regierungserklärung soloselbständigen Künstlerinnen und Künstlern, die in der Künstlersozialkasse angemeldet sind, weitere Unterstützung zu: tausend Euro pro Monat für insgesamt drei Monate.

Probleme mit Computerprogramm

Bernd Sibler (CSU), Bayerns Minister für Wissenschaft und Kunst | Bildquelle: Kay Nietfeld/dpa Bayerns Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler | Bildquelle: Kay Nietfeld/dpa Wann der Antrag komme? "Zeitnah", teilte am 22. April die Pressestelle des Bayerischen Kunstministeriums mit. Zwei Wochen später verrät ein Blick auf die Homepage des Ministeriums: Der Antrag ist immer noch nicht verfügbar – eine Ewigkeit für Menschen, die dringend auf Unterstützung angewiesen sind, zumal mit einer zusätzlichen Bearbeitungszeit von sieben Tagen bis zwei Wochen zu rechnen ist. Auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks am 5. Mai antwortete Kunstminister Bernd Sibler, die Rahmenbedingungen müssten noch abgestimmt und die Erfassung der Anträge geklärt werden. Es gebe Probleme mit einem Computerprogramm, so Sibler. Die müssten gelöst sein, damit es dann schnell losgehen kann. Der Kunstminister hoffe, "dass wir spätestens Mitte nächster Woche soweit sind."

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