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Anklage wegen Vergewaltigung Ehefrau verteidigt Ex-Präsidenten der Musikhochschule München

Schon im April vergangenen Jahres war der ehemalige Präsident der Münchner Hochschule für Musik und Theater wegen sexueller Nötigung zu neun Monaten Haft verurteilt worden. Seit November steht er wieder vor Gericht - dem 63-jährigen Musiker werden Vergewaltigung und erneut sexuelle Nötigung vorgeworfen.

Hochschule für Musik und Theater München | Bildquelle: picture-alliance/dpa

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In dem Verfahren am Münchner Landgericht geht es um zwei Fälle sexueller Übergriffe: Der frühere Musikhochschulpräsident Siegfried Mauser soll eine Frau, die sich auf eine Stelle als Assistentin beworben hatte, in seinem Büro vergewaltigt haben. Eine andere Frau soll er drei Mal jeweils bei Bewerbungsgesprächen begrapscht und sexuell genötigt haben. Mauser, der noch bis Juni 2016 auch als Rektor am Mozarteum Salzburg tätig war, bestreitet die Vorwürfe. Auch seine Ehefrau verteidigt ihn: Sie trat als Zeugin vor Gericht auf und bezeichnete die Anschuldigungen als "Königsmord", wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Die Frauen beschuldigten ihren Mann aus Frust und Rache, so die 50-Jährige.

Bereits verurteilt

Mauser war bereits im April wegen sexueller Nötigung einer Professorin in zweiter Instanz zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Laut Urteil hatte er die Frau in zwei Fällen sexuell bedrängt und gegen ihren Willen geküsst.
Für das neue Verfahren sind neun Verhandlungstage bis Ende Januar angesetzt.

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