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BR-Chor und Münchner Rundfunkorchester Making Of Weihnachtskonzert "Joy to the World"

Darf man zu Weihnachten lachen? Wir von BR-KLASSIK meinen: Lachen ist gesund, warum sollte das zu Weihnachten anders sein. Und präsentieren deshalb heuer "Joy to the World", das etwas andere Weihnachtskonzert mit dem BR-Chor und dem Münchner Rundfunkorchester.

Making Of Weihnachtskonzert "Joy To The World" | Bildquelle: BR/Johanna Schlüter

Bildquelle: BR/Johanna Schlüter

Dass es funktioniert mit der guten Stimmung zum Fest, dass im Programm wirklich "Joy", also Freude drinsteckt, das hat das Produktionsteam an ausgewählten Personen getestet, die das Weihnachtskonzert gleich nach der Fertigstellung ansehen durften. Sie lachten laut und zogen fröhlich davon. Nun kann Weihnachten also kommen, und der Muntermacher wird gleich drei Mal im Fernsehen zu sehen sein: "Joy To The World" – Songs und Lieder zur Weihnachtszeit am 23. Dezember um 10:35 Uhr im BR Fernsehen und um 20:15 auf ARD-alpha, sowie am 24. Dezember um 11:20 Uhr über 3Sat.

Studioproduktion ohne Publikum

Making Of Weihnachtskonzert "Joy To The World" | Bildquelle: BR/Johanna Schlüter Bildquelle: BR/Johanna Schlüter Wie haben wir das hinbekommen? Unter anderem, weil wir eine herbe Entscheidung fällen mussten: Publikum musste draußen bleiben. In diesem Jahr, das erfuhr die BR-KLASSIK-Redaktion im Sommer, sollte das Weihnachtskonzert des BR-Chores und des Münchner Rundfunkorchesters eine reine Studioproduktion werden. Kirchen und andere weihnachtliche Orte waren für 2018 nicht mehr zu haben, und das offizielle Weihnachtskonzert der Ensembles war im Herkulessaal der Münchner Residenz angesetzt. Kein Ort, der für seine besondere Weihnachtlichkeit bekannt wäre. Nun kann man nicht behaupten, dass das Studio 1 im Funkhaus in München, das als Produktionsort bestimmt wurde, da mehr zu bieten hätte. Das ist ein funktionaler, im Geist der 50er-Jahre behaglicher Raum, in dem das Rundfunkorchester seine Heimat hat. Aber Weihnachten?

Hier gibt's mehr Bilder von der Weihnachtskonzert-Produktion

Neben den Stars darf der Weihnachtsmann nicht fehlen

Gewichtige Pfunde hatten wir in der Hand: BR-Chor, Münchner Rundfunkorchester und dazu Opernstar Pavol Breslik als Solist - in mindestens drei Nummern des Programms. Ein Programm aus bekannten und weniger bekannten Songs und Liedern zur Weihnachtszeit aus verschiedenen Gegenden der Welt, die Howard Arman, der künstlerische Leiter des BR-Chores und Dirigent der Produktion, in klangprächtige Arrangements für Chor und Orchester gesetzt hat. Mal leise und besinnlich, mal fröhlich swingend oder Tango tanzend.

Making Of Weihnachtskonzert "Joy To The World" | Bildquelle: BR/Johanna Schlüter Bildquelle: BR/Johanna Schlüter Als wir uns, mit den vielen Nummern im Ohr, das Studio 1 anschauten, da sahen wir vor Augen eine Showtreppe, von der Chorsängerinnen und Sänger mit ihrer frohen Botschaft wie vom Himmel herunterschwebten. Schnell war klar, dass es dabei mit sechzig Damen und Herren des Chores und der gleichen Zahl an Musikerinnen Musikern des Orchesters zu ernsthaften Staus kommen würde. Aber Show sollte sein für unser Weihnachtsfest. Regisseur Alexander Saran, ein angesehener Dokumentarfilmer, stellte sich drei Damen und einen Herren vor, die tanzend Bewegung in den Raum bringen sollten.

Wie in den 50er-Jahren

Making Of Weihnachtskonzert "Joy To The World" | Bildquelle: BR/Johanna Schlüter Bildquelle: BR/Johanna Schlüter Zusammen mit Ausstatter Alexander Ruff entschied Saran: Das Studio sollte das Studio bleiben, die Weihnachtsstimmung mit nur kleinen Eingriffen entstehen. Stimmungsmacher Nr. 1 sollte das Licht sein, Weihnachtsdekoration nur ganz gezielt zum Einsatz kommen. So entstand in einer Ecke des Studios die heimelige Weihnachtsstube im Stil der 50er Jahre – weil so viele der Songs aus den USA aus dieser Zeit stammen. Dort sollte das Tanzensemble zu Hause sein. Also suchten wir passende Kostüme aus und bekamen für die Damen wunderbar stilechte Perücken dazu.

Musizieren mit guter Laune

Die bereits erschienenen Weihnachts-CDs "Christmas Surprises" und "More Christmas-Surprises" des BR-Chores mit dem Münchner Rundfunkorchester bildeten die perfekte musikalische Grundlage für "Joy of the World". Dadurch hatten alle Beteiligten in den nur zwei Tagen die nötige Zeit, sich bei sechzehn Songs und Liedern voll auf die Bilder und die Lust am Musizieren zu konzentrieren.

Making Of Weihnachtskonzert "Joy To The World" | Bildquelle: BR/Johanna Schlüter Bildquelle: BR/Johanna Schlüter Zwei Tage lang tönte es weihnachtlich fröhlich, mal auch besinnlich, im Studio 1. Die Kamerakollegen wuselten, ohne Rücksicht auf Bedürfnisse eines Publikums nehmen zu müssen, um das Orchester und den Chor herum und fingen Bilder ein, die so live nicht möglich wären. Daraus fügte, mit ungeheurem Sinn für die Musik und präzisem Gespür für die emotionale Kraft des Bildes, Peter Ortner im Schnitt den Film zusammen. Sieben Tage brauchte er für 50 Minuten Film. Als wir ihm für seine Leistung dankten und ihm unsere große Freude daran zeigten, sagte er nur: "An einem Spielfilm schneidet man ein Jahr".

"Joy to the World" soll ein typisches BR-Produkt sein. Erfunden mit kreativer Lust und Fantasie, umgesetzt mit perfektem Handwerk, mit Begeisterung und Inspiration bis zum allerletzten Handgriff. Das ganze "Joy"-Team wünscht sich, dass unsere Begeisterung und Freude unsere Zuschauer erreicht. Und sie mit Joy für eine schöne Weihnachtszeit darüber hinaus erfüllt!

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