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Karin von Aroldingen gestorben Abschied von der ehemaligen Primaballerina

Geboren im thüringischen Greiz, wird sie erst in New York zum Bühnenstar. Karin von Aroldingen brillierte besonders in Choreographien des legendären Georges Balanchine, der ihr mehrere Rollen auf den Leib schrieb. Am 5. Januar 2018 ist die frühere Primaballerina im Alter von 76 Jahren in Manhattan gestoben.

Karin von Aroldingen  | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

Geboren 1941 in Greiz, lernte Karin von Aroldingen das Tanzen in Deutschland und wurde mit 17 Jahren Teil des Ballett-Ensembles Frankfurt. Anfang der 60er Jahre tanzte sie dem Choreographen Georges Balanchine vor, der sie kurz darauf nach New York holte. Die Umgewöhnung zum New Yorker Ballettstil fiel der Tänzerin nicht leicht, aber von Aroldingen trainierte hart, bis sie 1972 zur ersten Solotänzerin avancierte.

Enge Freundschaft mit Georges Balanchine

Mit Georges Balanchine verband Karin von Aroldingen nicht nur eine künstlerische, sondern auch eine persönliche, lebenslange Freundschaft. Er choreographierte für sie zahlreiche Rollen in seinen Balletten. Besonders bekannt und gefeiert wurde sie für ihre Rolle im neo-romantischen Stück "Robert Schumann's Davidsbündlertänze" und dem handlungsarmen Avantgarde-Werk “Stravinsky Violin Concerto”.

Bis 1984 stand Karin von Aroldingen für das New York City Ballet auf der Bühne und blieb ihm auch nach ihrer aktiven Karriere treu. Privat war sie mit dem 2011 verstorbenen Immobilienmakler Morton Gewirtz verheiratet. Das Paar hatte eine Tochter.

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