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Klassik am Odeonsplatz 2018 Alle Künstler im Porträt

Klassik am Odeonsplatz lockt jedes Jahr nicht nur tausende Musikfans nach München, auch Stars der klassischen Musik wie Diana Damrau und Juan Diego Flórez sind bei dem Open Air-Event mit dabei. BR-KLASSIK stellt die Künstler der Konzertabende am 13. und 14. Juli vor.

Die Sopranistin Diana Damrau | Bildquelle: Jiyang Chen

Bildquelle: Jiyang Chen

Diana Damrau

Egal, ob Liedgesang oder Opernbühne – Diana Damrau fühlt sich auf allen Podien pudelwohl und gehört seit fast zwei Jahrzehnten zu den gefragtesten Sopranistinnen unserer Zeit. Die gebürtige Günzburgerin startete ihre Karriere Mitte der Neunzigerjahre am Mainfranken Theater in Würzburg. Über Mannheim und Frankfurt ging es schnell nach London, Wien, Salzburg und nach München, wo sie im vergangenen Jahr an der Bayerischen Staatsoper in der Titelpartie von "Lucia di Lammermoor" zu erleben war.

Sich selbst beschreibt Diana Damrau als Menschen, der versucht, sich in die Untiefen der menschlichen Seele hineinzuversetzen. Und das will sie dem Publikum zeigen - mit ihrer Stimme, mit der Musik und mit den Geschichten, die sie auf der Bühne erzählt. "Sie müssen weinen, sie müssen lachen, sie müssen erschrecken, sie können mich auch hassen, ist egal – aber vor allem: sie müssen was spüren", so Diana Damrau. Am Freitagabend singt sie bei Klassik am Odeonsplatz Arien von Jules Massenet und Charles Gounod.

Sie müssen lachen, sie müssen erschrecken.
Diana Damrau

Juan Diego Flórez

Der Tenor Juan Diego Flórez | Bildquelle: Gregor Hohenberg Spezialist für Belcanto: Der peruanische Tenor Juan Diego Flórez | Bildquelle: Gregor Hohenberg Er ist einer, der das Schwierige leicht erscheinen lässt und deswegen auch ein "Fußgänger der Lüfte" genannt wird. Juan Diego Flórez, geboren 1973 in Lima, ist Spezialist für den Belcanto, jenen höchst anspruchsvollen Gesangsstil, der als Markenzeichen der italienischen Oper des 19. Jahrhunderts gilt. In Italien trat Flórez auch zum ersten Mal ins Rampenlicht. 1996 sprang er 23-jährig beim Rossini-Festival in Pesaro kurzfristig für einen erkrankten Kollegen ein – als Corradino in Rossinis Oper "Matilde di Shabran". Er habe da nicht zweimal überlegt und Ja gesagt, erzählt Flórez.

Erst später wurde ihm klar: "Du lieber Gott, das ist ja eine sehr schwere Oper! Die Partie liegt extrem hoch, ich muss auch fast die ganze Zeit singen." Eine Herausforderung, eine große Chance – und der Durchbruch! Seitdem ist er auf allen großen Bühnen der Welt unterwegs. Das Repertoire der natürlichen Entwicklung der Stimme anpassen: Für Juan Diego Flórez liegt darin das Geheimnis jener Leichtigkeit, für die sein Gesang so oft gepriesen wird. Bei seinem Konzert am Samstag singt er Arien von Gaetano Donizetti, Jules Massenet, Giacomo Puccini und Giuseppe Verdi.

Cristian Măcelaru

Der Dirigent Cristian Măcelaru | Bildquelle: Sorin Popa 1980 im rumänischen Temeswar geboren: Der Dirigent Cristian Măcelaru | Bildquelle: Sorin Popa Cristian Măcelaru begann seine musikalische Karriere als Geiger. In der Carnegie Hall debütierte er mit 19 Jahren, wurde jüngster Konzertmeister des Miami Symphony Orchestra und Geiger im Houston Symphony Orchestra. Sein Debüt als Dirigent feierte der gebürtige Rumäne 2010 an der Houston Grand Opera mit Puccinis "Madame Butterfly".

Zwei Jahre später macht er international auf sich aufmerksam, als er beim Chicago Symphony Orchestra für Pierre Boulez einsprang. Seitdem dirigiert er regelmäßig die besten amerikanischen Orchester, hat sich aber auch in Europa einen Namen gemacht. Regelmäßig ist er bei der Staatskapelle Dresden, dem Concertgebouw Orchester sowie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zu Gast. Mit Beginn der Spielzeit 2019/20 wird Cristian Măcelaru neuer Chefdirigent des WDR Sinfonieorchesters.

Ein Konzert unter einem herrlichen Himmel ist für alle eine völlig andere Erfahrung.
Cristian Măcelaru

Valery Gergiev

Klassik am Odeonsplatz 2017 mit den Münchner Philharmonikern, Valery Gergiev und Yuja Wang | Bildquelle: Goran Nitschke Chefdirigent der Münchner Philharmoniker: Valery Gergiev | Bildquelle: Goran Nitschke Valery Gergiev ist seit der Saison 2015/16 Chefdirigent der Münchner Philharmoniker und hat seitdem dort programmatische Akzente durch die Aufführungen symphonischer Zyklen von Schostakowitsch, Strawinsky, Prokofjew und Rachmaninow gesetzt. Aktuell erarbeitet der russische Dirigent mit dem Münchner Orchester eine Gesamtaufnahme der Symphonien Anton Bruckners.

Gergiev, der in Moskau geboren wurde, war bereits als Student Preisträger des Herbert-von-Karajan Dirigentenwettbewerbs in Berlin. Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist er Chefdirigent, Künstlerischer Leiter und Direktor des berühmten Mariinski-Theaters in St. Petersburg, mit dessen Orchester er regelmäßig in der ganzen Welt gastiert - im Oktober etwa beim 360°-Festival der Münchner Philharmoniker.

Radoslaw Szulc

Geiger Radoslaw Szulc | Bildquelle: © Tom Specht 1998 wurde er zum Ersten Konzertmeister des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks berufen: Radoslaw Szulc | Bildquelle: © Tom Specht Radoslaw Szulc wurde in Polen in der dritten Generation einer Geigerfamilie geboren und erhielt den ersten Violinunterricht von seiner Mutter, Halszka Süss. Bereits im Alter von zehn Jahren gab er sein Solodebüt mit dem Violinkonzert von Mendelssohn. Seine weiteren Studien absolvierte er bei Irena Dubinska in Warschau, bei Jens Ellermann in Hannover, bei Yfrah Neaman an der Londoner Guildhall School sowie bei Herman Krebbers in Amsterdam. Radoslaw Szulc wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, so beim Wieniawski-Wettbewerb in Polen, beim Sarasate-Wettbewerb in Pamplona, beim Freiburger Spohr-Wettbewerb, beim Sibelius-Wettbewerb in Helsinki, beim Wiener Kreisler-Wettbewerb und beim Internationalen Violinwettbewerb von Scheveningen in Holland.

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