BR-KLASSIK

Inhalt

Sanierung der Kölner Oper Wiedereröffnung? Ungewiss.

Schon im vergangenen Herbst hätte die Kölner Oper nach dreijähriger Sanierung wiedereröffnet werden sollen. Vier Monate vorher wurde dies allerdings abgesagt. Jetzt ist die Eröffnung auf unbestimmte Zeit verschoben.

Der Zuschauersaal der Oper, fotografiert am 08.08.2016 in Köln | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

Wann die Kölner Oper und das Schauspielhaus wiedereröffnen sollen, ist weiterhin ungewiss. 2012 begann die Sanierung, die Wiedereröffnung war für November 2015 geplant. Keine vier Monate vorher wurde diese abgesagt. Die Gesamtkosten der Sanierung werden derzeit auf 400 bis 460 Millionen Euro veranschlagt. Ursprünglich war man von Ausgaben in Höhe von 250 Millionen Euro ausgegangen.

"Eklatante Fehlleistungen"

"Es hat hier eklatante Fehlleistungen gegeben, sowohl bei der Planung wie bei der Bauleitung der Gewerke der technischen Ausrüstung", sagte Bernd Streitberger, neu ernannter technischer Betriebsleiter und früherer Baudezernent, der Deutschen Presse-Agentur. So seien etwa die vorgeschriebenen Brandschutzabstände nicht eingehalten worden. Große Teile der technischen Ausrüstung des Gebäudes müssten daher noch einmal zurückgebaut und neu installiert werden.

Das ist nicht einfach nur eine Verzögerung - es ist ein komplettes Neuaufstellen des Projektes.
Bernd Streitberger, technischer Betriebsleiter

Zeitplan im Frühjahr

Für die kommende Saison 2016/17 nutzt die Oper Köln wie in der vergangenen Spielzeit das StaatenHaus am Rheinpark in Köln-Deutz als Interimsquartier. Derzeit steht noch nicht fest, wann der aktive Baubetrieb wieder anlaufen wird. Bernd Streitberger, der sein Team noch zusammenstellt, will im Frühjahr einen Zeitplan vorlegen. Erst dann wird es ein neues Datum für die Wiedereröffnung geben.

    AV-Player