BR-KLASSIK

Inhalt

Neuer Konzertsaal für Nürnberg Siegerentwurf vorgestellt

Heute haben Ministerpräsident Markus Söder und Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly den Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs für den Konzertsaal bekannt gegeben. Das Team Johannes Kappler Architektur und Städtebau GmbH - in Arbeitsgemeinschaft mit Super Future Collective und Topotek 1 Architektur GmbH - soll den neuen Saal neben der Meistersingerhalle bauen.

Konzerthaus Nürnberg: Team Johannes Kappler Architektur und Städtebau GmbH (Nürnberg) in Arbeitsgemeinschaft mit Super Future Collective (Nürnberg) und Topotek 1 Architektur GmbH (Berlin/Zürich) | Bildquelle: Johannes Kappler Architektur und Städtebau

Bildquelle: Johannes Kappler Architektur und Städtebau

Nürnbergs Oberbürgermeisters Ulrich Maly sieht in dem Siegerentwurf "eine zeitgemäße Antwort auf die Meistersingerhalle, ohne sich vorzudrängeln". Für den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder - selbst gebürtiger Nürnberger - besitzt der Entwurf "Strahlkraft und wird in Nürnberg ein neues kulturelles Ausrufezeichen setzen".

Der neue Konzertsaal wird in Nürnberg ein neues kulturelles Ausrufezeichen setzen.
Bayerischer Ministerpräsident Markus Söder

Insgesamt haben sich 246 Architektenbüros an dem Wettbewerb für den Entwurf des neuen Konzertsaals beteiligt, der direkt neben der Nürnberger Meistersingerhalle erbaut werden soll. Das hatte der Nürnberger Stadtrat nach umfassender Standortsuche und breiter öffentlicher Diskussion im vergangenen Jahr entschieden.

Viel Glas und Holz

Voraussetzung war, dass sich der Bau des neuen Konzertsaals, der direkt neben der Meistersingerhalle entstehen soll, harmonisch in das bestehende Ensemble einfügt, und gleichzeitig neue architektonische Akzente setzt. Der Siegerentwurf besteht aus einem flachen Quader mit Foyers und Probenräumen, in den hinein ein großer hoher Quader ähnlich eines gläsernen Schuhkarton gesetzt wird. Hinter den Milchglasscheiben befindet sich dann der eigentliche Konzertsaal. Das Konzerthaus besteht aus viel Glas, während im Inneren Holz und Naturstein dominieren werden.

Meistersingerhalle

Die 1963 gebaute und unter Denkmalschutz stehende Meistersingerhalle ist für symphonische Konzerte oft zu groß und bietet als Mehrzweck- und Kongresshalle keine aufsteigenden Sitzreihen für die mehr als 2.000 Besucher, so dass die Sicht aus dem Zuschauerraum nicht immer optimal ist. Die Bayerische Staatsregierung hatte bereits im April 2016 eine großzügige finanzielle Unterstützung für den Neubau des Konzerthauses zugesagt.

Förderung vom Freistaat Bayern

Wie teuer das kulturelle Großprojekt werden wird, ist derzeit noch unklar. Der Freistaat Bayern hat eine Finanzierung von 75 Prozent der förderfähigen Kosten zugesagt. Den Rest trägt die Stadt Nürnberg. "Nicht nur München hat einen schönen Konzertsaal verdient, sondern auch Nürnberg. Deshalb habe ich mich von Anfang an dafür stark gemacht, dass der Freistaat Bayern den Bau des neuen Konzerthauses in Nürnberg kräftig unterstützt", so der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder heute Nachmittag in Nürnberg.

Erste Konzerte im Sommer 2023

Der Baubeginn ist für Sommer 2021 geplant. Zwei Jahre später soll das neue Konzerthaus fertig sein, und ab dem Spätsommer 2023 sollen erste klassische Konzerte gegeben werden. Der Konzertsaal soll knapp 1.500 Besuchern Platz bieten.

Wer sich für den Siegerentwurf und alle anderen eingereichten Entwürfe interessiert, kann sie sich bis zum 13. Mai in Halle 15 auf AEG ansehen. Geöffnet ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr.

Sendung: "Leporello" am 20. April 2018, 16:05 Uhr auf BR-KLASSIK

    AV-Player