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Neue Lockerungen für Laienmusikszene 3G statt Abstand

Die bayerischen Laienmusikerinnen und -musiker können aufatmen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Bei Proben wird zum Beispiel die Maskenpflicht gelockert. Zumindest unter bestimmten Umständen. Aus der gesetzlichen Vorgabe wird eine Empfehlung. 3G machts möglich. Und vieles mehr. BR-KLASSIK fasst zusammen, was Laienchöre und -orchester nun beachten müssen.

Harmony Chor bei Young Artists Bayreuth | Bildquelle: © David Ortmann

Bildquelle: © David Ortmann

"Man kann wieder Proben ohne Einhaltung eines besonderen Mindestabstands. Und man darf auch die Maske ablegen", so fasst Marcel Huber, Präsident des Bayerischen Musikrates die Beschlüsse der Bayerischen Staatsregierung im Gespräch mit BR-KLASSIK zusammen. Knapp, zutreffend und hörbar zufrieden mit der Politik von Bernd Sibler. "Frischen Schwung und Elan" werde das neue Rahmenkonzept ins bayerische Kulturleben bringen, glaubt der Kunstminister. Vor allem die Probenarbeit solle den Laienmusikerinnen und -musikern erleichtert werden "ohne aber auf den Schutz zu verzichten".

Schutz = 3G

"Schutz" ist von nun an synonym mit "3G", eine mittlerweile altbekannte Formel. Getestet, geimpft oder genesen – wer nicht eines der drei Kriterien erfüllt, der kann in Bayern künftig an keiner Chor- oder Orchesterprobe teilnehmen. Zumindest ab einer Inzidenz von 35. "Mit der 3G-Regel sorgen wir für Schutz, auch wenn beim Musizieren Maske und Abstand nicht konsequent eingehalten werden können", begründet Gesundheitsminister Klaus Holetschek diese Entscheidung und verweist damit auf die in Aussicht stehenden Lockerungen.

Lockerung Nr. 1: Abstände

Die betreffen in erster Linie das Abstandhalten. Bislang mussten Bläser zum Beispiel mindestens zwei Meter Abstand zu ihren Kolleginnen und Kollegen halten. Der Aerosole wegen. Diese Vorgabe fällt nun weg. Lediglich eine Empfehlung gibt der Freistaat vor: ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Der könne jedoch auch wegfallen, wenn dadurch die künstlerische Arbeit beeinträchtigt werde. Bedeutet im Klartext: Abstand adé.

Lockerung Nr. 2: Masken

Gelockert wird außerdem bei der Maskenpflicht. Statt FFP2-Masken ist künftig auch die Verwendung von einfachen, medizinischen Masken möglich. Und auch diese "Pflicht" enfällt unter zwei Bedingungen. Etwa dann, wenn die Musikerinnen oder Sänger in einem Abstand von mindestens 1,5 Metern angeordnet sind. Oder, wie im Fall der Abstände, wenn das Tragen einer Maske die künstlerische Arbeit behindert. Das gilt offenkundig für Bläser und Sänger. Aber auch zum Beispiel für einen Schlagzeuger, der seinen Mitspielern mimisch den Einsatz vorgebe, so eine Ministeriumssprecherin auf Nachfrage.

Lockerung Nr. 3: Personen im Raum

Und noch in einer dritten Hinsicht sorgt 3G für mehr Freiheit. In Zukunft gibt es keine Einschränkung mehr, was die maximale Anzahl von Personen in einem Raum angeht. Bedeutet: Auch Mahlers "Symphonie der Tausend" darf wieder fröhlich probiert werden.

Sendung: "Leporello" am 15. September 2021 ab 16:05 Uhr auf BR-KLASSIK

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