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Flügel im Eismeer Ludovico Einaudi spielt für die Arktis

Für eine spektakuläre Greenpeace-Aktion hat Ludovico Einaudi ein Konzert im Eismeer gegeben. Der italienische Komponist und Pianist will damit gegen die Zerstörung der Arktis protestieren.

Ludovico Einaudi gibt ein Konzert in der Arktis für die Arktis - eine Aktion von Greenpeace Spanien | Bildquelle: dpa/Pedro Armestre/Greenpeace

Bildquelle: dpa/Pedro Armestre/Greenpeace

Kurz bevor Ludovico Einaudi sein Konzert beginnt, hält er inne und erschrickt. Unweit von ihm entfernt knackt es laut, als ob ein Stück Gletscher abbrechen und in das umliegende Eismeer hineinrutschen würde. Der italienische Pianist und Komponist ist sichtlich beeindruckt, wartet ein paar Sekunden und greift erst dann in die Tasten des schwarzen Flügels. Eingepackt in einen Mantel, aber ohne Mütze und Handschuhe spielt er sein Stück "Elegy For The Arctic". Erst in der nächsten Einstellung ist zu erkennen, dass er mit seinem Instrument mitten im europäischen Nordmeer auf einer künstlichen Eisscholle treibt. Die beeindruckende Kulisse des Wahlenbergbreen-Gletschers vor der Küste der Inselgruppe Spitzbergen in Norwegen haben Einaudi und die Umweltorganisation Greenpeace nicht zufällig ausgesucht. Sie möchten mit der Aktion gegen die Zerstörung der Arktis protestieren.

Es ist wichtig, dass wir die Bedeutung der Arktis verstehen, den Prozess der Zerstörung beenden und beginnen, sie zu schützen.
Ludovico Einaudi

Hintergrund ist eine Staatenkonferenz über den Nordost-Atlantik, der sogenannten OSPAR-Kommission, die diese Woche in Spanien stattfindet. Dort soll unter anderem über einen Entwurf zum Schutz des europäischen Nordmeers entschieden werden.

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