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Staatstheater Mainz Beethoven gegen die AfD

Weil Mitarbeiter des Mainzer Staatstheaters lautstark Beethovens "Ode an die Freude" angestimmt und damit eine AfD-Demonstration gestört hatten, wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Jetzt ist das Ergebnis bekannt geworden.

Staatstheater Mainz | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

Das Strafverfahren gegen den Intendanten des Mainzer Staatstheater, Markus Müller, sei eingestellt worden, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft am Montag mit. Allerdings könnte auf Müller und die Ensemble-Mitglieder ein Bußgeld bis zu 511 Euro zukommen. Ob eine Ordnungswidrigkeit vorliegt, wird derzeit geprüft. 

Gegendemo im November

120 Sänger und Musiker des Mainzer Staatstheaters hatten am 21. November vergangenen Jahres Beethovens Hymne für Freiheit und Vielfalt so laut gesungen, dass sie damit eine Kundgebung der rechtskonservativen AfD mit dem Titel "Gegen das Asylchaos" störten. Wegen dieser Beinträchtigung der AfD-Demonstration hatte die Polizei Strafanzeige gegen das Staatstheater Mainz erstattet. Der Gesang sei so laut gewesen, dass AfD-Redner nicht mehr zu hören gewesen wären. Nach Paragraph 21 des Versammlungsgesetzes handelte es sich deshalb um einen "formalen Verstoß" gegen eine nichtverbotene Versammlung, argumentierte im November das Mainzer Polizeipräsidium.

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