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Metropolitan Opera streicht Nackt-Bonus Weniger Haut, weniger Geld

Die New Yorker "Met" hat im vergangenen Jahr wieder ein Defizit eingefahren. Für den Intendanten des Opernhauses heißt das: Sparen. Dafür hat Peter Gelb jetzt ein bisher kaum bekanntes Extra-Honorar gestrichen: den Nackt-Bonus.

Szenenbild aus Hoffmanns Erzählungen an der Met | Bildquelle: © Marty Sohl/Metropolitan Opera

Bildquelle: © Marty Sohl/Metropolitan Opera

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Tänzer und Komparsen, die an der New Yorker Metropolitan Opera auf Verlangen der Regie mehr Haut zeigten als sonst üblich, bekamen dafür bis dato ein Extra-Honorar - pro Aufführung 200 US-Dollar. Jetzt hat Intendant Peter Gelb den sogenannten Nackt-Bonus für nicht singende Ensemblemitglieder gestrichen.

Erneutes Defizit

Hintergrund ist ein Defizit, dass die "Met" im vergangen Jahr eingefahren hat. Den Ausgaben von 294,3 Millionen US-Dollar standen zu geringe Kartenverkäufe gegenüber. Die Auslastung in der vergangenen Saison lag bei 67 Prozent - besser allerdings als in der vorherigen Saison, als das Opernhaus den schlechtesten Ticketverkauf seiner Geschichte melden musste. Als weitere Einsparmaßnahme hat Intendant Gelb 21 von 241 Verwaltungsangestellten der Oper eine Abfindung angeboten, falls sie einem Aufhebungsvertrag zustimmen würden.

Speziell bei der gerade angelaufenen Inszenierung von Jacques Offenbachs "Hoffmanns Erzählungen" kamen die Zuschauer bisher in den Genuss von sehr viel Haut. Damit ist es jetzt vorerst vorbei, wenn auch nicht ganz. Drei der sieben Tänzer wollen weiter die Hüllen fallen lassen - ohne Bonus

Sendung: "Allegro" am 11. Oktober 2017, ab 06.05 Uhr auf BR-KLASSIK

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