BR-KLASSIK

Inhalt

Klarinettist Wolfgang Meyer gestorben In der Klassik und im Jazz zuhause

Vor einem halben Jahr noch erschien seine letzte CD "Nocturne". Die Beschäftigung mit der Musik habe ihm trotz schwerer Krankheit neue Kraft gegeben, hat er damals gesagt. Nun ist Wolfgang Meyer im Alter von 64 Jahren gestorben.

Wolfgang Meyer | Bildquelle: © Marion Koell

Bildquelle: © Marion Koell

Er war ein viel gefragter Klarinettist, sowohl als Kammermusiker als auch als Solist. Mit seiner Schwester Sabine Meyer und seinem Schwager Reiner Wehle spielte er im "Trio di Clarone". Und er war nicht ausschließlich auf Klassik festgelegt: Mit dem Jazz-Saxofonisten Peter Lehel hat er sechs Alben eingespielt, bis zuletzt stand er mit ihm zusammen auf der Bühne.

Viele Auszeichnungen

Geboren wurde Wolfgang Meyer 1954 in Crailsheim. Der Vater spielte elf Instrumente, Wolfgang Meyer und seine Schwester konzentrierten sich auf die Klarinette. Meyer studierte an der Staatlichen Musikhochschule für Musik in Stuttgart und später in Hannover. Bald kamen die ersten Preise, zum Beispiel bei "Jugend musiziert" oder 1975 mit dem Syrinx-Quintett beim ARD-Musikwettbewerb. Von 1989 bis 2016 lehrte Meyer als Professor an der Hochschule für Musik in Karlsruhe, von 2001 bis 2007 war er dort Rektor.

Im Trio, im Quartett, im Orchester

Meyers Repertoire war breit gefächert und umfasste die Frühklassik genauso wie zeitgenössische Werke. Er beeschäftigte sich auch mit historischen Instrumenten. Neben dem Trio mit seiner Schwester und seinem Schwager war er Mitglied im Zemlinsky-Trio, im Carmina Quartett und im Quatuor Mosaïques. Auch mit dem Dirigenten Nikolaus Harnoncourt arbeitete er zusammen. Am vergangen Sonntag starb Wolfgang Meyer im Alter von 64 Jahren nach langer Krankheit in Karlsruhe.

Sendung: "Allegro" am 19. März 2019 ab 16:05 Uhr auf BR-KLASSIK

    AV-Player