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Praemium Imperiale für Mikhail Baryshnikov und Shirin Neshat Auszeichnung fürs Lebenswerk

Der höchste japanische Kunstpreis Praemium Imperiale geht in diesem Jahr an die Künstlerin Shirin Neshat und den Balletttänzer Mikhail Baryshnikov. Das teilte Goethe-Institutspräsident Klaus-Dieter Lehmann am Dienstag in Berlin im Namen der Japanese Art Association mit. Weitere Preisträger sind der Architekt Rafael Moneo, der Bildhauer El Anatsui und der Musiker Youssou N'Dour.

Die iranische Künstlerin Shirin Neshat posiert vor einem ihrer Werke | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

Shirin Neshat ist im Iran geboren und lebt in New York. In ihren Fotoarbeiten und Videoinstallationen setzt sie sich vor allem mit der Lage von Frauen in der muslimischen Welt auseinander. Bei den Salzburger Festspielen 2017 inszenierte die Künstlerin mit Giuseppe Verdis "Aida" erstmals eine Oper.

Tänzer, Choreograph, Schauspieler

Mikhail Baryshnikov, gebürtiger Lette und US-Staatsbürger, gilt international als einer der prominentesten Tänzer. Er feierte Triumphe auf den großen Bühnen der Welt; zudem betätigt er sich mit Erfolg als Choreograf und Schauspieler. Seit 2005 ist er künstlerischer Direktor des Baryshnikov Arts Center in New York.

Die Auswahl mag dieses Jahr überraschen.
Klaus-Dieter Lehmann

Nicht nur künstlerische, sondern auch gesellschaftspolitische Kriterien hätten bei den Entscheidungen in diesem Jahr eine Rolle gespielt, so Goethe-Institutspräsident Klaus-Dieter Lehmann. So seien der Einsatz für Frieden, Geschlechtergleichheit und soziale Gerechtigkeit mit berücksichtigt worden. Mit dem Preis ausgezeichnet werden auch der spanische Architekt Rafael Moneo, der ghanaische Bildhauer El Anatsui und der senegalesische Musiker Youssou N'Dour.

Praemium Imperiale 2017

Der Praemium Imperiale wird am 18. Oktober in Tokio von Prinz Hitachi, dem Bruder des Kaisers, verliehen. Jeder Preisträger erhält umgerechnet rund 115.000 Euro. Der Nachwuchspreis für junge Künstler, dotiert mit umgerechnet rund 38.500 Euro, geht an die libanesische Zoukak Theatre Company und Cultural Association. Das Theaterkollektiv mit Hauptsitz in Beirut beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Gewalt, Krieg und Flucht.

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