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Salzburger Festspiele 2020 in Corona-Zeiten "Wir sind voller Hoffnung"

Die diesjährigen Salzburger Festspiele sind, wie viele andere Großveranstaltungen, durch die Coronakrise massiv gefährdet. Am Mittwoch präsentierte die Festspielleitung einen Drei-Stufenplan zur Vorbereitung der Entscheidungen, ob und wie die Festspiele zu Pfingsten und im Sommer stattfinden können.

Großes Festspielhaus Salzburg, Unteres Pausenfoyer | Bildquelle: Salzburger Festspiele, Luigi Caputo

Bildquelle: Salzburger Festspiele, Luigi Caputo

Intendant Markus Hinterhäuser im Interview

Seit dem 16. März sind alle Festspielhäuser und Werkstätten der Salzburger Festspiele geschlossen, bis vorerst 13. April. Zwei Tage später soll dann erst einmal die Entscheidung fallen, wie es mit den Pfingstfestspielen weitergeht. Intendantin Cecilia Bartoli sei voller Optimismus und denke sich bereits Alternativen aus, hieß es aus Salzburg. Mit verkürzter Probenzeit und Programmänderungen könne man noch einen Teil der Vorstellungen abfangen. Die Pfingstfestspiele würden planmäßig am 29. Mai beginnen.

Wir sind auf beide Festspiele gut vorbereitet und können noch die durch die jetzige Schließung verordnete Pause aufholen.
Salzburger Festspiele

Jubiläumsfestspiele im Sommer

Die noch wichtigere Entscheidung wird dann am 30. Mai fällig: Bis dahin soll klar sein, ob überhaupt und wenn ja, in welcher Form die Jubiläumsfestspiele im Sommer stattfinden können. 2020 feiert das Klassikfestival seinen 100. Geburtstag, umfangreiche Festivitäten waren eigentlich geplant. "Wir sind, was den Sommer betrifft, immer noch voller Hoffnung", sagt Markus Hinterhäuser, Intendant der Salzburger Festspiele. Der Vorlauf würde noch gut ausreichen. Festspielmitarbeiter, die Homeoffice machen können, wie zum Beispiel das Kartenbüro oder auch das Direktorium, arbeiten auf Hochtouren. Doch einige für die geplanten Produktionen wichtige Vorbereitungsprozesse mussten unterbrochen werden: Bühnenbilder, Kostüme - das alles braucht viel Zeit, lange im Vorfeld der eigentlichen Proben.

Es ist gerade eine Zeit, in der wir alle Geduld haben müssen.
Markus Hinterhäuser, Intendant der Salzburger Festspiele

"Im Moment sind wir alle davon abhängig, wie diese Corona-Pandemie sich entwickelt und wie daraus resultierende politischen Entscheidungen sind", sagt Markus Hinterhäuser. Die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus gelten in Österreich momentan bis zum 13. April. Zeigen die Maßnahmen bis Ostern Wirkung, könnten sie danach stufenweise zurückgenommen werden.

Sendung: "Allegro" am 26. März 2020 ab 6.05 Uhr auf BR-KLASSIK


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