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Salzburger Festspiele Wassereinbruch bei Sokolov-Konzert

Enorme Regenmassen beeinträchtigten das Konzert des Pianisten Grigori Sokolov im Großen Festspielhaus am 8. August. Auch im Haus für Mozart, wo die Oper "L'italiana in Algeri" von Gioachino Rossini aufgeführt wurde, gab es kurzzeitig Probleme.

Grigori Sokolov in Salzburg | Bildquelle: ©Martin Fleck

Bildquelle: ©Martin Fleck

Die undichte Stelle war schnell gefunden: Durch das historische Grabendach hatte sich während des Solistenkonzerts von Grigori Sokolov Regenwasser seinen Weg in den Zuschauerraum gebahnt. Von der Decke ergoß sich ein kleiner Wasserfall auf den Boden. Sokolov spielte unbeirrt weiter bis zur Pause. Nachdem die Eintrittsstelle lokalisiert worden war, konnte das Konzert nach der Pause fortgesetzt werden. Sokolov beendete das Konzert schließlich mit sechs Zugaben - darunter das Regentropfen-Prélude von Frédéric Chopin.

"L'italiana in Algeri" mit Stromausfall

Wassereinbruch während des Konzertes von Grigori Sokolov bei den Salzburger Festspielen | Bildquelle: © Dr. David Martin für BR-KLASSIK Wassereinbruch im Großen Festspielhaus | Bildquelle: © Dr. David Martin für BR-KLASSIK Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes in Salzburg hatte sich am Abend ein Gewitter mit Starkregen über der Festspielstadt entladen. Innerhalb von zehn Minuten seien 14 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen worden. "Das ist schon sehr viel und kommt nur selten vor", sagte ein Meteorologe auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa.

So kam das Wasser ins Festspielhaus - Twittervideo

Im Haus für Mozart, wo gerade Rossinis "L'italiana in Algeri" - die Wiederaufnahme der Pfingstproduktion - aufgeführt wurde, gab es einen kurzen Stromausfall und einen kleinen Wassereinbruch auf der Seitenbühne. Die Salzburger Festspiele gaben bekannt, dass noch in der Nacht die zuständigen Mitarbeiter gemeinsam mit den Behördenvertretern alle notwendigen Maßnahmen getroffen hätten, um einen ordnungsgemäßen Festspielbetrieb für den nächsten Tag zu gewährleisten. Außerdem bedankten sich die Festspiele in einer Presseaussendung bei den betroffenen Zuschauern für deren gelassene Reaktion und verständnisvolle Haltung.

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