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Hochschule für Musik München Siegfried Mauser bekommt kein Geld vom Freistaat

Der ehemalige Präsident der Münchner Musikhochschule, Siegfried Mauser, stand in München vor Gericht wegen sexueller Nötigung. Weil er deshalb sein Amt in Salzburg niederlegen musste, wollte er zurück in seinen alten Münchner Job, von dem er freigestellt worden war. Doch das ist nicht möglich, hat jetzt das Verwaltungsgericht geurteilt.

Außenaufnahme der Hochschule für Musik und Theater | Bildquelle: BR / Fabian Stoffers

Bildquelle: BR / Fabian Stoffers

Bis zum September 2018 sollte der Münchner Musikprofessor Siegfried Mauser eigentlich Rektor der Salzburger Universität Mozarteum sein. Dafür hatte ihm der Freistaat Bayern ab 2014 vier Jahre Sonderurlaub bewilligt. Dann kam der Gerichtsprozess wegen des Vorwurfs der sexuellen Nötigung in seiner Zeit als Präsident der Hochschule dazwischen. Mausers Amt in Salzburg endete daraufhin vorzeitig im Juni 2016. Der Musiker wollte also wieder an die Münchner Hochschule zurück, mehr als zwei Jahre früher als geplant.

Es geht um rund 261.000 Euro

Diese Rückkehr wurde ihm verwehrt – zurecht, wie nun am Mittwoch das Verwaltungsgericht München urteilte. Mauser wollte mit der Klage unter anderem die Auszahlung des Geldes erstreiten, das er von Juli 2016 bis zum 30. September 2018 an der Münchner Hochschule verdient hätte –  rund 261.000 Euro. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig. Mausers Anwalt kündigte Rechtsmittel an.

Noch nicht rechtskräftig

Der Wegfall des Rektorenamtes in Salzburg habe den Sonderurlaub nicht automatisch beendet, sagte der Vorsitzende Richter. Die Münchner Hochschule habe seine Stelle für die vier Jahre seiner Abwesenheit anderweitig vergeben. Zudem hätte er wegen der Vorwürfe der sexuellen Nötigung mit einer Dienstenthebung rechnen müssen. Auch die Störung des Betriebsfriedens wäre bei seinem Auftauchen an der Hochschule zu befürchten gewesen. Dem widersprach Mausers Anwalt: Dieser sei wegen einer Krankheit dienstunfähig gewesen und hätte sich desahlb nicht in der Hochschule blicken lassen. Seit dem 1. Oktober 2018 ist Mauser wieder im Dienst, allerdings nach wie vor krankgeschrieben. Zudem wurde er suspendiert. Erst im Mai 2018 war er wegen sexueller Nötigung verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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