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Siegfried Mauser - Rücktritt Rektor verlässt das Mozarteum

Siegfried Mauser hat seinen Posten als Rektor der Universität Mozarteum in Salzburg nach dem Urteil wegen sexueller Nötigung gegen ihn aufgegeben. Wie der Universitätsrat mitteilte, wurde das Dienstverhältnis einvernehmlich aufgelöst.

Mozarteum Salzburg | Bildquelle: Mozarteum Salzburg

Bildquelle: Mozarteum Salzburg

Im Mai dieses Jahres verurteilte das Schöffengericht am Amtsgericht München Mauser wegen sexueller Nötigung zu einer Zahlung von 25.000 Euro und einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Die Freiheitsstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Mausers Anwälte wollen gegen das Urteil vorgehen.

Mozarteum soll keinen Schaden nehmen

Der Rektor, dessen Anstellung nun am 30. Juni 2016 enden wird, wolle nach eigenen Angaben vermeiden, dass das Mozarteum Schaden nimmt: "Das in München gegen mich laufende juristische Verfahren bindet einen großen Teil meiner persönlichen Ressourcen. Daher habe ich mich entschlossen, meine Tätigkeit am Mozarteum Salzburg zu beenden. Ich setze diese Maßnahme in meiner Verantwortung für das Haus, da ich vermeiden möchte, dass die Universität Mozarteum Salzburg durch die gegen mich erhobenen, wenn auch ungerechtfertigten, Vorwürfe Schaden nimmt."

Viktoria Kickinger, die Vorsitzende des Universitätsrates der Mozarteums, betonte zum Ausscheiden Mausers dessen Leistung als Rektor für die renommierte Hochschule: Er sei maßgeblich mit daran beteiligt, dass das Mozarteum weltweit einen so guten Ruf genießt. Gleichzeitig sei mit diesem Beschluss auch viel Unsicherheit von der Universität genommen worden: "Wir zollen Professor Mauser großen Respekt dafür, dass er seinen persönlichen Rechtsstreit nicht zu einem Thema des Mozarteums hat werden lassen", so die Vorsitzende.

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