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Spark - die klassische Band Blockflöten ohne Grenzen

Ob Vivaldi alla rustica oder Beyoncé mit der Blockflöte - die Klassische Band Spark sprengt die Grenzen der Musikgenres. Fünf Musiker, die den Feinsinn und die Präzision eines klassischen Kammermusikensembles mit der Energie und dem Biss einer Rockband verbinden.

Quintett - Spark | Bildquelle: © Bartosch Salmanski

Bildquelle: © Bartosch Salmanski

Bei vielen weckt die Blockflöte eher ungute Erinnerungen an die Schulzeit. Doch seit es Spark gibt, muss dieses Instrument nicht mehr nur das Schattendasein eines "Kinderinstruments" führen. Mit Spark hat sich die Blockflöte aus Klischees und Zwängen befreit und kann nun ihre ganze Klangpracht entfalten: Wild, rockig, gefühlvoll oder ganz sanft. Spark holen alles aus dem viel zu lange verpönten Instrument heraus.

Ihre Wurzeln haben die Musiker von Spark in der Klassik: die beiden Flötisten Andrea Ritter und Daniel Koschitzki, der Geiger Stefan Glaus, der Cellist Victor Plumettaz und der Pianist Mischa Cheung. Sie alle haben Musik studiert. Und sie alle haben das Korsett, das man als Musikstudent auferlegt bekommt, bewusst wieder abgelegt, sagt Daniel Koschitzki. Nachdem dieses Korsett von Semester zu Semester enger geschnürt worden sei, wollten sie nach dem Studium eine neue musikalische Freiheit finden.

Heute bedienen die Fünf ihre Instrumente ungebändigt, erwecken mit ihnen einen wild wuchernden Klangkosmos aus Post-Klassik, Minimal Music und Avantgarde zum Leben. Eine Mischung, die zündet und die Lust am musikalischen Entdeckungsabenteuer weckt. 2011 haben Spark für ihre wilde Kammermusik den Echo-Klassik bekommen: in der Kategorie "Klassik ohne Grenzen". Für ihre Musik sind Spark ins kalte Wasser gesprungen, haben etwas erschaffen, was keine Tradition hat. Im Pop sei das ganz normal, sagt Flötist Daniel Koschitzki, "in der Klassik ist das eigentlich unmöglich!".

Aber auch das Publikum der Klassik wolle heute überrascht werden, da ist sich Koschitzki mittlerweile sicher. Dass ihre Musik so gut ankommt - beim jungen Publikum genauso wie beim älteren - , hat die Band anfangs nicht unbedingt erwartet, eher mit der ein oder anderen fliegenden Tomate gerechnet. Aber der Erfolg gibt ihnen Recht. Was nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass Spark besonders als Live-Band überzeugt: mit schrillen Klamotten und wilder Bühnenshow. Denn, so Daniel Koschitzki, "wir genießen auch, auf der Bühne jemand anders sein zu dürfen, jemand, der in einem schlummert und dann aktiviert wird."

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