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Spielzeitvorschau 2021/22 am Staatstheater Nürnberg Volles Programm!

Von einer "Explosion der Lebensfreude" spricht Intendant Jens-Daniel Herzog: Das Staatstheater Nürnberg geht 2021/22 in die Vollen. Bayerns größtes Mehrspartenhaus plant einen Premierenreigen. Über 50 Neuproduktionen sollen in der kommenden Spielzeit über die Bühne gehen: darunter Konzerte, Opern, Theater, Ballett – und ein Gesangswettbewerb.

Nürnberg, Staatstheater, Opernhaus | Bildquelle: picture alliance/imageBROKER

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Zugegeben, die Pläne sind groß in Nürnberg. Naiv ist man am Staatstheater allerdings nicht. "Wir müssen weiterhin flexibel bleiben", erklärt Christian Ruppert, Geschäftsführender Direktor der Stiftung Staatstheater Nürnberg. Beispiel: Da die Pandemielage im Herbst noch nicht absehbar ist, starten sämtliche Abonnements erst im Januar 2022.

Wir sind nicht ausgeblutet, nicht verzweifelt – und es erfüllt mich mit Stolz, dass wir das alles hier gemeinsam geschafft haben.
Jens-Daniel Herzog gegenüber BR-KLASSIK

Immerhin: Auch wenn es kommt, wie niemand will: Das Staatstheater kann sich auf sein Publikum verlassen. Die zurückliegenden Monate hätten gezeigt, so Ruppert weiter, dass auch Online-Angebote bei den Zuschauerinnen und Zuschauer gut ankämen: "Der große Zuspruch hat uns sehr durch diese schwierige Zeit geholfen!" Nichtsdestotrotz wünscht er sich "ab September live zu spielen, zu singen und zu tanzen", betont Staatsintendant Jens-Daniel Herzog.

Musiktheater: Keine Angst vor großer Oper

Ein Mann mit Glatze steht auf einer Theaterbühne und spricht | Bildquelle: BR Setzt auf ein volles Programm: Staatsintendant Jens-Daniel Herzog | Bildquelle: BR Herzog will in der kommenden Spielzeit einen wahren Premierenreigen am Haus veranstalten. Über fünzig Neuproduktionen wird es geben. Darunter auch wieder große Opernprojekte wie Bizets "Carmen" im Oktober: Startschuss für eine relativ diverse Musiktheatersaison, die Barockes ebenso bietet (Vivaldis "Bajazet") wie Impressionistisches (Debussys "Pelléas et Mélisande"), und Spätromantisches (Strauss' "Der Rosenkavalier") genauso wie Modernes (Brittens "Peter Grimes").

Gekrönt wird das Programm im Juli 2022 durch "Die Meistersinger von Nürnberg" – kein Wagner allerdings, sondern ein Gesangswettbewerb, der (nach 2016 und 2018) erst zum dritten Mal stattfindet. Diesmal sind die tiefen Stimmfächer an der Reihe.

Konzert: Ein Querschnitt durch die Musikgeschichte

Nürnbergs neue Generalmusikdirektorin Joana Mallwitz | Bildquelle: Staatstheater Nürnberg Gefeierte Dirigentin: Die Nürnberger Generalmusikdirektorin Joana Mallwitz | Bildquelle: Staatstheater Nürnberg Bei gleich zwei der genannte Produktionen ("Pelléas et Mélisande", "Der Rosenkavalier") steht die gefeierte Genalmusikdirektorin Joana Mallwitz am Pult der Nürnberger Staatsphilharmonie. Sie ist es auch, die die Konzertsaison am Haus prägt. Und das mit einem Querschnitt durch die Musikgeschichte, angefangen mit Raritäten aus Skandinavien über zentrale Werke von Tschaikowsky, Mozart, Bruckner oder Schostakowitsch bis hin zu Klassikern der Avantgarde von John Cage oder Györgi Ligeti.

Außerdem geht es mit dem Vermittlungsformat "Expeditionskonzerte" weiter – von Mallwitz erdacht, beim Publikum sehr beliebt. In der kommenden Saison knöpft sich die Dirigentin zwei echte Schwergewichte vor: Zum einen Brahms 2. Symphonie – zum anderen Strawinskys berühmte Ballettmusik "Le sacre du printemps".

Ballett: Gleich fünf Neukreationen

Aporpos Ballett: Hier gibt auch im kommenden Jahr der langjährige Ballettchef Goyo Montero den Ton an, beziehungsweise die Schritte vor. Und das gleich in fünf Neuproduktionen – wie zum Beispiel "Goldberg", basierend auf Bachs Goldbergvariationen, die Montero als ein "Buch der Träume" auf die Bühne bringen will.

Vorverkauf und Tickets

Der Vorverkauf für die September- und Oktober-Veranstaltungen der Spielzeit 2021/22 startet in allen Sparten am 2. August 2021 (9 Uhr). Mehr Infos finden Sie auf der Website des Nürnberger Staatstheaters.

Sendung: "Leporello" am 17. Juni 2021 ab 16.05 Uhr auf BR-KLASSIK

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