BR-KLASSIK

Inhalt

Staatstheater Nürnberg - Peter Theilers letzte Saison Vom Troja-Mythos zur Moderne

Die Spielzeit 2017/18 am Staatstheater Nürnberg ist die letzte, die Staatsintendant und Operndirektor Peter Theiler verantwortet. Für seine Abschiedssaison rückt er das Thema Troja in den Mittelpunkt. In der Spielzeit 2018/19 wechselt Theiler an die Semperoper in Dresden. Generalmusikdirektor Marcus Bosch und Schauspieldirektor Klaus Kusenberg verabschieden sich im Sommer 2018 ebenfalls aus Nürnberg.

Rückblick 2011 | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

Drei Opernpremieren drehen sich in der Saison 2017/18 um den Mythos Troja. Eröffnet wird die Saison mit Hector Berlioz' Grand Opera "Die Trojaner" in einer Neuinszenierung von Calixto Bieito. Die musikalische Leitung hat Marcus Bosch, der auch W.A. Mozarts "Idomeneo" dirigieren wird (Regie: David Bösch). Die dritte Produktion, die thematisch an den Troja-Mythos anknüpft, ist Claudio Monteverdis "Die Rückkehr des Odysseus“, die Mariame Clément inszenieren wird (Musikalische Leitung: Wolfgang Katschner).

Bei den 'Trojanern' von Berlioz geht es auch um Aufbruch in neue Welten. Vielleicht ist das eine Metapher für uns.
Peter Theiler, Staatsintendant und Operndirektor Staatstheater Nürnberg.

Bernd Alois Zimmermann zum 100. Geburtstag

Peter Theiler | Bildquelle: picture-alliance/dpa Staatsintendant und Operndirektor Peter Theiler: Die Spielzeit 2017/18 ist seine letzte in Nürnberg - danach wechselt er nach Dresden. | Bildquelle: picture-alliance/dpa "Wir spannen einen Bogen um die Troja-Mythen, um Heimkehr, Krieg, Vertreibung, einen Bogen über mehrere Jahrhunderte, bis ins 20. Jahrhundert", so Peter Theiler gegenüber BR-KLASSIK. Einer der bedeutendsten Komponisten der Nachkriegszeit, Bernd Alois Zimmermann, wäre 2018 100 Jahre alt geworden. Das Staatstheater Nürnberg ehrt den Komponisten mit einer Neuinszenierung seiner Oper "Die Soldaten". Regie führt Peter Konwitschny, der Dirigent ist Marcus Bosch.

Auch Operetten und Musicals stehen auf dem Plan. Das Staatstheater Nürnberg präsentiert in der kommenden Saison unter anderem "Die lustige Witwe“ von Franz Lehár oder die Musical-Revue "The Lights of Broadway“.

Zeichen für Vollendung

Im Konzertprogramm vollendet Generalmusikdirektor Marcus Bosch ein Projekt, das bis ins Jahr 2011 zurückreicht: Mit der Staatsphilharmonie Nürnberg führte er sämtliche Symphonien Antonín Dvořák auf und spielte diese auf CD ein. Lediglich die 2. Sinfonie fehlte noch. Beim ersten Konzert "Im Kasten" wird er das Werk dirigieren und damit den Zyklus der Dvořák-Symphonien abschließen. Auch Bernd Alois Zimmermann wird im Konzertprogramm der neuen Nürnberger Saison gewürdigt. Unter dem Konzerttitel "Himmel und Erd" werden Werke von Zimmermann und Gustav Mahler kombiniert.

Ballett mit Hommage an Albrecht Dürer

Das Nürnberger Ballett zeigt unter anderem eine Hommage an Albrecht Dürer. "Dürers Dog“ ist der Titel der Uraufführung, ein Tanzstück, das sich mit der komplexen Persönlichkeit des Künstlers auseinandersetzt. Ballettdirektor Goyo Montero erarbeitet zudem mit den renommierten Choreographen Hofesh Shechter und Alexander Ekman einen dreiteiligen Tanzabend unter dem Titel "Powerhouse".

    AV-Player