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Wiener Neujahrskonzert 2019 Erstmals mit Christian Thielemann

Christian Thielemann soll 2019 zum ersten Mal das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker dirigieren. Damit will das Orchester ein Zeichen setzen und die bisherige Zusammenarbeit mit Thielemann entsprechend würdigen. Die Nachricht wurde bekannt, wenige Tage nachdem der Dirigent wegen eines anderen Silvesterkonzerts in die Schlagzeilen geraten war.

Christian Thielemann | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

Für viele ist es der Höhepunkt zu Beginn des Jahres: Mehr als 50 Millionen Zuschauer auf der ganzen Welt verfolgen dieses beliebte Event live im Fernsehen. Gespielt werden vor allem die Hits und Highlights der Walzermusik - insbesondere die der Strauß-Dynastie. Traditionell stehen dabei die größten Dirigenten unserer Zeit am Pult der Wiener Philharmoniker. Nun reiht sich auch Christian Thielemann in die Liste der Neujahrskonzert-Dirigenten ein.

Wiener Philharmoniker schätzen Thielemann

Sie sind ein eingespieltes Team: Christian Thielemann und die Wiener Philharmoniker. Seit 2000 arbeiten sie immer wieder zusammen. Nun soll Thielemann 2019 erstmals das legendäre Neujahrskonzert dirigieren. Es herrsche größtes künstlerisches Vertrauen zwischen den Musikern und dem Dirigenten, hieß es von Seiten des Orchestervorstands: "Das, was im Opernbereich seit Anbeginn perfekt funktioniert hat, nämlich das tiefe musikalische Einverständnis und Vertrauen, hat in der Folge auch im symphonischen Bereich große Früchte getragen." Das teilte Daniel Froschauer im Namen der Wiener Philharmoniker am Montag mit.

Erst kürzlich in den Schlagzeilen

Thielemann, der unter anderem die Sächsische Staatskapelle als Chefdirigent leitet, ist mit der Leichten Muse durchaus vertraut. Erst vor wenigen Tagen dirigierte er Filmmusik beim Silvesterkonzert in der Semperoper, das dem 100. Geburtstag der Produktionsfirma UFA gewidmet war. Dabei stieß die Programmauswahl jedoch teilweise auf Kritik - insbesondere die beiden Schlager "Davon geht die Welt nicht unter" und "Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh'n". Sie stammen aus dem NS-Propaganda-Film "Die große Liebe". Thielemann verteidigte sich gegenüber der ZEIT: "Ich kann doch kein Konzert zum Jubiläum der UFA veranstalten und alle belasteten Künstler von der Liste streichen."

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