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Wiener Opernball 2018 Walzer und Gulaschsuppe

5.150 Ballgäste, 46.000 Gläser und 1.300 Gulaschsuppen – das ist der Wiener Opernball. Am Donnerstag treffen sich zum 62. Mal Kulturschaffende, Unternehmer und Politiker zum gesellschaftlichen Höhepunkt der Ballsaison in der Wiener Staatsoper.

Ballettakademie der Wiener Staatsoper | Bildquelle: Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Bildquelle: Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Stars und Prominente aus Film, Politik, Wirtschaft und Society werden auch heuer über den roten Teppich vor der Wiener Staatsoper schreiten. Neben dem neuen österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz und dem Bundespräsidenten Österreichs, Alexander van der Bellen, haben sich für den 8. Februar der ukrainische Präsident, der irische Ministerpräsident sowie die Hollywood-Schauspielerin Melanie Griffith angekündigt.

Tenor Pavol Breslik singt

Tenor Pavol Breslik | Bildquelle: © Branislav Simoncik Tenor Pavol Breslik | Bildquelle: © Branislav Simoncik Im Mittelpunkt stehen aber Tanz und Musik: Neben Studierenden der Ballettakademie der Wiener Staatsoper und dem Wiener Staatsopernorchester tritt Pavol Breslik auf. Der slowakische Tenor singt Arien von Charles Gounod und Emmerich Kálmán – letztere gemeinsam mit der moldawischen Sopranistin Valentina Nafornita, die für die erkrankte Daniela Fally eingespringt. 144 Debütantenpaare tanzen im sogenannten Jungdamen- und Herrenkomittee die erste Polonaise des Abends. Erst danach heißt es: Alles Walzer.

Logistische Leistung

Der Umbau des Theaters muss schnell gehen, da der normale Opernbetrieb nur kurz unterbrochen wird. Insgesamt 30 Stunden haben 50 Arbeiter Zeit, das Innere der Oper in den berühmten Ballsaal zu verwandeln. 80 Tiefladertransporter liefern Elemente für die Verkleidung und das Tanzparkett sowie für die Bühnenlogen. Hinzu kommen 171 Blumenarrangements und 480 Blumengestecke.

Demonstrationen

Protest beim Wiener Opernball 1987 | Bildquelle: picture-alliance/dpa Auch der Protest hat Tradition beim Wiener Opernball: 1987 gab es eine Demo gegen das Atomkraftwerk in Wackersdorf | Bildquelle: picture-alliance/dpa Der Wiener Opernball zieht wegen der medialen Aufmerksamkeit traditionell auch Demonstranten an. Während im Opernhaus getanzt und gefeiert wird, wollen Aktivisten unter dem Motto "Eat the Rich" auf die Straße gehen. Für die Organisatoren, die Kommunistische Jugend Österreichs und der Kommunistische Studentenverband, ist der Opernball ein Symbol für soziale Ungerechtigkeit in Österreich. Die Teilnehmer des Balls werden von den Protesten allerdings nur wenig mitbekommen – für die Demonstraten gilt ein Platzverbot um die Staatsoper.

Der Opernball im Fernsehen

Das BR Fernsehen zeigt den Opernball am Donnerstag, 8. Februar ab 21:40 Uhr

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