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Konzert mit Yo-Yo Ma Mit Musik die Herzen der Flüchtlinge berühren

Es war eine spontane Idee: Der US-amerikanische Starcellist Yo-Yo Ma, der gerade für eine Woche beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks gastiert, wollte etwas für die Flüchtlinge in München tun. Ein Konzert, das am Samstag im Studio 1 des Funkhauses stattfand - Impressionen hier im Video.

Yo-Yo Ma beim Konzert für Flüchtlinge in München | Bildquelle: BR-KLASSIK

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Yo-Yo Ma spielt für Flüchtlinge

Mit Musik gegen die Angst

Er hat sie fast alle mit Handschlag begrüßt: Yo-Yo Ma begegnete den rund 200 jungen Flüchtlingen herzlich und auf Augenhöhe, holte sie auf die Bühne. Gemeinsam mit drei Musikern aus dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks spielte der Cellist kein strenges Programm, stattdessen kleine Stücke, spontan angestimmt. Ein türkisches, arabisch klingendes Stück für Cello solo, Duette von Fritz Kreisler, zum Schluss zwei Sätze aus Brahms' 1. Klavierquartett. Mehrmals legt Yo-Yo Ma seine rechte Hand auf sein Herz - für die, die kein Deutsch oder Englisch sprechen, sagt die Geste: Ich möchte euch berühren.

Yo-Yo Ma:

"Wir kämpfen alle mit der Angst vor Veränderung, aber wir leben in einer Zeit der Veränderung! Und statt auf diese Angst mit Abschottung zu reagieren, macht die Musik das Gegenteil: Sie öffnet die Köpfe und Herzen."

Einen Funken Hoffnung möchte Yo-Yo Ma versprühen. Und damit hat er Erfolg. Die jungen Flüchtlinge lauschen gespannt, einer schließt die Augen, ein anderer wippt mit dem Fuß im Takt, bei spritzigen Klängen nicken auch schon mal die Köpfe. Lavant, ein 21-jähriger Flüchtling aus Syrien, saß in der ersten Reihe.

Lavant aus Syrien:

"Die Musiker konnten mein Gefühl wecken. Ich wollte einmal fliegen, einmal jemanden kuscheln, in einem Satz wollte ich tanzen und einmal hatte ich Heimweh."

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