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Der "Ring" am Staatstheater Nürnberg - Live im Radio Kraftakt mit Wagner-Tetralogie

Am Staatstheater Nürnberg ist seit dem 23. Mai Wagners kompletter "Ring"-Zyklus zu erleben. Der österreichische Regisseur Georg Schmiedleitner und Generalmusikdirektor Marcos Bosch beenden damit ihr auf mehrere Jahre angelegtes "Ring"-Projekt. BR-KLASSIK überträgt den gesamten ersten Zyklus live. Die ersten drei Opern gibt es hier für jeweils sieben Tage zum Anhören.

Szenenbild "Das Rheingold" - aus der Ring-Tetralogie am Staatstheater Nürnberg | Bildquelle: © Ludwig Olah

Bildquelle: © Ludwig Olah

Der "Ring des Nibelungen" am Staatstheater Nürnberg

Kraftakt mit Wagner-Tetralogie

Gier nach Gold und Macht bringt Unheil - davor sind weder Götter, Halbgötter, noch Menschen gefeit. Dies wird in einem der längsten Werke der Operngeschichte nahezu 16 Stunden lang verhandelt. Der Untergang einer die moralischen Gesetze verachtenden Gesellschaft ist zeitlos aktuell. In seiner zwischen 2013 und Oktober 2015 herausgekommenen Nürnberger "Ring"- Deutung spannt Georg Schmiedleitner den Bogen von der Ausbeutung der Natur in "Das Rheingold" über die Aufrüstung zu neuen Kriegen in "Die Walküre", die Erschaffung eines neuen Menschen in "Siegfried" bis zu der Endzeitvision einer Welt ohne Götter in der "Götterdämmerung".

Große Themen der Gegenwart

Die großen Themen der Gegenwart - Zerstörung der Umwelt, Kriege wegen knapper werdender Ressourcen, "Kalte Kriege" zwischen feindlichen Lagern, eine Virtualisierung der Welt und Flüchtlingsbewegungen - das sind die großen Themen, die Schmiedleitner und sein Team in Wagners Werk in Verbindung bringen.

Der Machterhaltungstrieb vieler Leute ist noch eklatanter geworden.
Georg Schmiedleitner, Regisseur

Live aus dem Staatstheater Nürnberg

Termine:

Siegfried: Sonntag, 28. Mai, 17.00 Uhr
Götterdämmerung: Sonntag, 4. Juni, 17.00 Uhr

Jeweils ab 16.30 Uhr gibt es in der Sendung "Foyer" auf BR-KLASSIK Gespräche und Reportagen zu den jeweiligen Werken.

"Der Ring" - ein Kraftakt

Szenenbild "Das Rheingold" - aus der Ring-Tetralogie am Staatstheater Nürnberg | Bildquelle: © Ludwig Olah "Das Rheingold" in der Nürnberger Inszenierung von Georg Schmiedleitner. | Bildquelle: © Ludwig Olah An vier "Ring"-Abenden bewegen sich 109 Sänger und Statisten über die Bühne, hinzu kommen 19 Bühnenmusiker. Besonders stolz ist das Staatstheaters Nürnberg darauf, die 29 Solistinnen und Solisten mit 24 Ensemblemitgliedern besetzen zu können und nur fünf Gäste verpflichten zu müssen. Dennoch ist das Ganze ein Kraftakt. So fehlt beispielsweise der Platz, um vier komplette Bühnenbilder in der Nähe des Hauses zu deponieren. Ein Teil der Bühnenbilder muss deshalb mehrfach zwischen dem Magazin und dem Opernhaus hin und her gefahren werden.

Die Lust, diesen 'Ring' zu spielen, ist wahnsinnig groß im Orchester.
Marcus Bosch, Generalmusikdirektor des Staatstheaters Nürnberg

3.275 Seiten reiner Notentext

Die Länge der "Ring"- Opern ist nicht nur eine Herausforderung für die Logistik und das Publikum, sondern auch für die Musiker und den Dirigenten. 3.275 Seiten reinen Notentext umfassen die Partituren aller vier Teile. Doch Generalmusikdirektor Marcus Bosch kann auf die Energie seines Orchesters vertrauen.

"Der Ring des Nibelungen" im Staatstheater Nürnberg

1. Zyklus: 23. Mai bis 04. Juni 2017, Opernhaus

2. Zyklus: 07. Juni bis 18. Juni 2017, Opernhaus

Musikalische Leitung: Marcus Bosch
Inszenierung: Georg Schmiedleitner
Bühne: Stefan Brandtmayr
Kostüme: Alfred Mayerhofer
Chor: Tarmo Vaask
Dramaturgie: Kai Weßler

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