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Ivan Repušić dirigiert Giuseppe Verdi: Attila

Nach Giuseppe Verdis „Luisa Miller“, mit der Ivan Repušić im September 2017 seinen Einstand als Chefdirigent des Münchner Rundfunkorchesters gab, und „I due Foscari“ vom November 2018 setzt sich sein erfolgreicher Zyklus von frühen Meisterwerken des italienischen Opernkomponisten nun mit „Attila“ fort. Der Live-Mitschnitt der konzertanten Aufführung aus dem Prinzregententheater von Ende 2019 wird nun bei BR-KLASSIK als Doppel-CD veröffentlicht.

Giuseppe Verdi: Attila
Münchner Rundfunkorchester; Chor des Bayerischen Rundfunks; Ivan Repusic | Bildquelle: BR

Bildquelle: BR

Nach Giuseppe Verdis „Luisa Miller“, mit der Ivan Repušić im September 2017 seinen Einstand als Chefdirigent des Münchner Rundfunkorchesters gab, und „I due Foscari“ vom Oktober 2018 (die Gesamtaufnahmen wurden bei BR-KLASSIK bereits auf CD 900323 und 900328 veröffentlicht) setzt sich sein erfolgreicher Zyklus von frühen Meisterwerken des italienischen Opernkomponisten kontinuierlich fort: Die konzertante Aufführung von Verdis Bühnenwerk „Attila“ wurde gerade erst am 13. Oktober 2019 – gleichfalls im Münchner Prinzregententheater – mitgeschnitten. Wieder sorgen hervorragende Interpreten für authentisches Fluidum und vokale Klangpracht: Ildebrando D‘Arcangelo in der Titelpartie und Liudmyla Monastyrska an seiner Seite führen eine prominente Besetzung an. Das Solistenensemble dieser Chor-Oper wird durch den Chor des Bayerischen Rundfunks stimmgewaltig ergänzt. Es spielt das Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Ivan Repuŝić. – Ein Höhepunkt des Münchner Musiklebens vom Ende des vergangenen Jahres erscheint nun bereits bei BR-KLASSIK als Doppel-CD.
Verdis frühes Meisterwerk „Attila“ ist – wie die vorausgegangenen „Nabucco“ und „I Lombardi“ – eine veritable Chor-Oper, die von der italienischen Einigungsbewegung begeistert aufgenommen wurde. Auch thematisch knüpft sie an die Bestrebungen des Risorgimento im zerrissenen Italien an. Die Textzeile „Avrai tu l’universo, resti l’Italia a me.” („Du magst das Universum haben, doch überlass’ Italien mir.“) wurde gleich von Anbeginn an begeistert aufgenommen und half mit, der Oper ihren Weg auf die Bühnen Italiens und Europas zu ebnen. Nicht nur das Publikum des von den Habsburgern regierten Venedig, an dessen Teatro La Fenice die Uraufführung präsentiert wurde, verstand den Sinn dieser Worte. Kaum eine andere Oper Verdis wurde in Italien ähnlich euphorisch aufgenommen; im Ausland konnte das Werk freilich keine länger andauernde Rezeption erzielen, was auch an der extrem schwierigen Partie der Odabella gelegen haben dürfte.

Die konzertante Aufführung (in italienischer Originalsprache) im Münchner Prinzregententheater brachte das Publikum zu einhelligem Jubel und wurde von der Fachpresse gleichermaßen enthusiastisch gelobt. Von einem „Sängerfest“ war wiederholt die Rede; die Stimmkultur wie die interpretatorischen Leistungen von Ildebrando D‘Arcangelo und Liudmyla Monastyrska wurden mit vielen bildhaften Adjektiven beschrieben. Der Chor des Bayerischen Rundfunks, hieß es, habe seiner Freude am theatralischen Effekt Ausdruck verliehen. Und immer wieder wurde der dramatische und dramaturgische Zusammenhang gewürdigt, den das Dirigat von Ivan Repušić am Pult des Münchner Rundfunkorchesters herzustellen in der Lage war. Dieser „Attila“ ist ein echter Theater-Verdi: vital und wuchtig, feurig und höchst lebendig.

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GIUSEPPE VERDI 1813-1901
Attila

Gesamteinspielung mit:

Liudmyla Monastyrska – Odabella (Sopran)
Stefano La Colla – Foresto (Tenor)
Stefan Sbonnik – Uldino (Tenor)
George Petean – Ezio (Bariton)
Ildebrando D’Arcangelo – Attila (Bass)
Gabriel Rollinson – Leone (Bass)

Chor des Bayerischen Rundfunks
Stellario Fagone, Einstudierung

Münchner Rundfunkorchester
Ivan Repušić, Leitung


BR-KLASSIK 900330
2 CDs - Dauer gesamt ca. 1h 41 min.


Erhältlich im Handel und im BRshop

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