BR-KLASSIK

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Sonntag, 01.10.2017

20:15 bis 21:10 Uhr

ARD-alpha

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Bildquelle: Matthias Schrader

BR-KLASSIK: Mariss Jansons dirigiert die Alpensymphonie

Dieses Werk kann man getrost als „monumental“ bezeichnen. Sogar im wortwörtlichen Sinne: „Eine Alpensinfonie“ von Richard Strauss nimmt den Zuhörer mit auf eine Gipfeltour. Dafür fährt der Münchner Komponist, der selbst ein leidenschaftlicher Bergsteiger war, nahezu alles an Instrumenten auf, was zur Entstehungszeit der Symphonie um 1915 möglich war: Ein Heckelphon, TamTam, Hornfernorchester, Orgel, Windmaschinen und Donnerblech!

Mitwirkende

 
Dirigent Mariss Jansons
Redaktion Peter Fohrwikl
Dieses Werk kann man getrost als „monumental“ bezeichnen. Sogar im wortwörtlichen Sinne: „Eine Alpensinfonie“ von Richard Strauss nimmt den Zuhörer mit auf eine Gipfeltour. Dafür fährt der Münchner Komponist, der selbst ein leidenschaftlicher Bergsteiger war, nahezu alles an Instrumenten auf, was zur Entstehungszeit der Symphonie um 1915 möglich war: Ein Heckelphon, TamTam, Hornfernorchester, Orgel, Windmaschinen und Donnerblech!

Rund 130 Musiker sorgen für die perfekte Alpenidylle, von der Nacht und dem Sonnenaufgang über Kuhglockenläuten auf der Alm, eine Gipfelvision mit anschließendem Unwetter bis zum gefahrenreichen Abstieg, der wieder in die Nacht mündet. „Ich hab einmal komponieren wollen, wie die Kuh die Milch gibt,“ hat Strauss selbst über sein Werk gesagt. Dies ist ein typisches Bonmont für ihn.

Denn natürlich war er ein Schalk, freute sich an musikalischen Eulenspiegeleien, am Necken des Musikestablishments und brachte sein Publikum gern zum Lachen. Doch hinter der pittoresken Postkartenromantik der Berge verbirgt sich ein Meisterwerk der Instrumentierung, das eine von Nietzsche beeinflusste philosophische Botschaft birgt.

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