BR-KLASSIK

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Mittwoch, 14.03.2018

00:30 bis 00:40 Uhr

BR Fernsehen

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Samuel Barber | Bildquelle: picture alliance/Everett Collection

Bildquelle: picture alliance/Everett Collection

BR-KLASSIK: Sound Visions

Samuel Barber: Adagio for Strings

Opern- und Konzertmitschnitte, Musiker-Porträts, Musik der Gegenwart oder Jazzproduktionen: BR Fernsehen und ARD-alpha bieten Ihnen Woche für Woche Highlights - nicht nur - der klassischen Musik.

Mitwirkende

 
Musikalische Leitung Henry Raudales
Redaktion Theresa März
Vor gut zehn Jahren gab es bei der BBC eine Umfrage, bei der die Radio-Hörer das traurigste Musikstück wählen konnten. "Gewinner" war Samuel Barbers Adagio – mit weitem Abstand gefolgt vom Lamento der Dido aus Henry Purcells Oper "Dido und Aeneas" und dem "Adagietto" aus Gustav Mahlers 5. Sinfonie.

Das Adagio zählt zu den prominenten Beerdigungs-Musiken. Es wurde unter anderem bei den Trauerfeiern der amerikanischen Präsidenten Roosevelt und Kennedy gespielt, außerdem zur Beisetzung von Grace Kelly, Rainier III. von Monaco und Albert Einstein. Viele Radiosender setzten es ein, um der Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 zu gedenken. Wegen seiner starken emotionalen Wirkung ist Barbers Adagio auch beim Film außerordentlich beliebt. Ursprünglich ein Streichquartett-Satz Ursprünglich hat Barber das Adagio als langsamen Satz für sein erstes Streichquartett op. 11 geschrieben: 1936, während eines Stipendien-Aufenthalts in Rom. Unter Beibehaltung der Opuszahl 11 hat er es wenig später für Streichorchester arrangiert. Arturo Toscanini dirigierte 1938 das NBC Symphony Orchestra bei der Uraufführung in New York. Vierzig Jahre nach der Komposition bearbeitete Barber das Adagio für achtstimmigen Chor und unterlegte die Musik mit dem Text des „Agnus Dei“ („Lamm Gottes“) der lateinischen Messe. Das Adagio ist Barbers bekanntestes Stück und – zu seinem Leidwesen – das einzige seiner Werke, das wirklich populär wurde.

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