BR-KLASSIK

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Sonntag, 13.05.2018

20:15 bis 21:05 Uhr

ARD-alpha

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Mariss Jansons. | Bildquelle: BR/Peter Meisel

Bildquelle: BR/Peter Meisel

BR-KLASSIK: Jansons dirigiert Haydn und Bernstein

Symphonie Nr. 97 C-Dur; Chichester Psalms

Joseph Haydns Symphonie Nr. 97 in C-dur gehört zu den 12 "Londoner Symphonien", die der Komponist während seiner verschiedenen Aufenthalte in London am Ende seines Lebens schrieb. Das Werk entstand als erstes dieser Reihe im Jahre 1792 und zählt zu den Meisterwerken der Wiener Klassik. Die "Chichester Psalms", die dreisätzige Vertonung verschiedener Psalmtexte in hebräischer Sprache, schuf Leonard Bernstein im Jahr 1965 für das Sommerfestival der südenglischen Bischofsstadt Chichester.

Mitwirkende

 
Choreinstudierung Michael Gläser
Dirigent Mariss Jansons
Redaktion Peter Fohrwikl
Im Jahre 1964 ließ sich Leonard Bernstein für 15 Monate von seinen Verpflichtungen als Chefdirigent des New Yorker Philharmonic Orchestra beurlauben, um mehr Zeit zum komponieren zu haben. Er wollte ein neues Bühnenwerk mit zeitgenössischen Kompositionstechniken schaffen, doch sein Vorhaben wollte ihm nicht recht gelingen: Zwölftontechnik und atonale Kompositionstechniken waren, wie er bald feststellte, nicht seine Musiksprache.

So entstand schließlich ein kleines kirchenmusikalisches Werk mit dem Titel "Chichester Psalms", das der Komponist selbst, in Reimen und leicht ironisch, wie folgt charakterisiert: "Diese Psalmen sind einfach bescheidene Lieder, tonal und melodisch, beinahe bieder. Für aufrechte "John Cager" garantierte Tortur, mit Tonika und Dreiklang in simplem Es-Dur. Aber da stehen sie nun als Endresultat meiner Forschungsreise durch die Avantgarde".

Die dreisätzige Vertonung verschiedener Psalmtexte in hebräischer Sprache schuf Bernstein für das Sommerfestival der südenglischen Bischofsstadt Chichester. Uraufgeführt wurde das Werk jedoch in New York während eines Konzerts mit den New York Philharmonikern am 15. Juli 1965.

Joseph Haydns Symphonie Nr. 97 in C-dur, das zweite Werk dieses Konzerts mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung seines Chefdirigenten Mariss Jansons, gehört zu den 12 "Londoner Symphonien", die der Komponist während seiner verschiedenen Aufenthalte in London am Ende seines Lebens schrieb. Die 97. Symphonie entstand während Haydns erstem Aufenthalt in London im Jahre 1792 und zählt zu den Meisterwerken der Wiener Klassik.
Es spielt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

"Das älteste, echteste und schönste Organ der Musik, das Organ, dem unsere Musik allein ihr Dasein verdankt, ist die menschliche Stimme." So enthusiastisch äußerte sich Richard Wagner zum Gesang. Und tatsächlich ist der menschlichen Singstimme eine Wahrhaftigkeit gegeben, die unmittelbar Emotionen freisetzt, bewegt und anrührt. Im wahrsten Sinne des Wortes spricht die Vokalmusik direkter an, als es Instrumenten möglich ist. Dies liegt nicht nur am mitgeteilten Text, an den gesungenen Worten. Es liegt auch am besonderen Klang.

Die Faszination der Stimme inspirierte Komponisten aller Epochen und Nationalitäten. Ludwig van Beethoven durchbrach sogar das eigentlich rein instrumentale Konzept der Symphonie, indem er in seiner "Neunten" Chor und Solisten das berühmte "Freude schöner Götterfunken" anstimmen ließ. Sein Mitteilungsbedürfnis hatte eine Größe und Bedeutung erreicht, der er ohne den Gesang nicht gerecht werden konnte.

BR-KLASSIK zeigt in ARD-alpha an zwölf aufeinanderfolgenden Sonntagen um 20.15 Uhr Vokalmusik in all ihren Facetten. Opernchöre, Oratorien, Messen, Arien- und Liederabende sowie symphonische Musik mit Chor. Dabei vertreten sind Sänger wie Annette Dasch, Juan Diego Florez, Christian Gerhaher und Jonas Kaufmann. Außerdem erleben Sie u.a. den BR-Chor, die Regensburger Domspatzen, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Sinfonieorchester von MDR, NDR und SWR sowie Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Bernard Haitink, Mariss Jansons und Helmuth Rilling.

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