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Sonntag, 22.07.2018

21:20 bis 22:05 Uhr

ARD-alpha

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Carmen (Gaelle Arquez) und Don Jose (Daniel Johansson) in der Schlussszene waehrend der Fotoprobe der Oper "Carmen" an den Bregenzer Seefestspielen, am Freitag, 14. Juli 2017, in Bregenz | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bregenzer Festspiele 2018

Die feierliche Eröffnung

Die Eröffnung der Bregenzer Festspiele macht mit musikalischen Darbietungen und Filmausschnitten Lust auf das diesjährige breitgefächerte Programm am Bodensee. Sängerinnen und Sänger präsentieren mit den Wiener Symphonikern Arien und Ensembles aus den Opern „Carmen“, „Beatrice Cenci“, „Der Barbier von Sevilla“ und „María de Buenos Aires“. Komponist Thomas Larcher, dessen Oper „Das Jagdgewehr“ als Auftragswerk der Bregenzer Festspiele uraufgeführt werden wird, ist selbst am Klavier zu hören.

Mitwirkende

 
Redaktion Gábor Toldy
»Karo! Pik! … Der Tod!« Die Karten, aus denen Carmen ihr Schicksal liest, verheißen ihr nichts Gutes. Sie wird sterben, gefolgt von Don José. Dessen Liebe lehnt sie nach der anfänglichen Verliebtheit ab, weil er nicht bereit ist, ihr bedingungslos ins Schmugglerleben zu folgen. Die Avancen des Stierkämpfers Escamillo kommen ihr dann gerade recht. Der schicksalsgeladene Moment, in dem Carmen die Karten in die Luft wirft, gab Es Devlin die Idee für ihr Bühnenbild im Bodensee. Die britische Bühnenbildnerin gestaltete auch Kulissen für Popstars wie Adele, U2, Take That, Pet Shop Boys und Kanye West.

Die Spielkarten in Kasper Holtens Inszenierung können noch viel mehr als über Glück und Schicksal entscheiden: Sie sind Spielfläche für Sängerinnen und Sänger, Chor, Tänzerinnen, Stuntmen und Schmuggler. Projektionen auf ihre Oberflächen lassen die verschiedenen Welten des Stierkampfs, des Kartenlegens und der leidenschaftlichen Liebe entstehen. Der glühenden Liebe des Soldaten Don  José verlieh der französische Komponist Georges Bizet ebenso eine unsterblich gewordene Melodie wie der Titelfigur Carmen, wenn sie von ihrer Arbeit aus der Zigarettenfabrik tritt und in ihrer Habanera die Widerspenstigkeit der Liebe besingt. Auch ihr wilder Tanz in Lillas Pastias Bar, die Seguidilla, Escamillos Couplet und der Einmarsch in die Stierkampfarena  wurden zu weltweiten Ohrwürmern. Für den dänischen Regisseur Kasper Holten handelt diese »Oper über Schicksal und Besessenheit« von »zwei Menschen, die als Außenseiter behandelt werden, deren Wege sich kreuzen und die sich in einer leidenschaftlichen, aber ungesunden Beziehung aneinander klammern«. Musikalische Leitung Antonino Fogliani | Jordan de Souza
Inszenierung Kasper Holten
Bühne Es Devlin
Video Luke Halls
Kostüme Anja Vang Kragh
Licht Bruno Poet
Ton Gernot Gögele | Alwin Bösch
Chorleitung Lukáš Vasilek | Benjamin Lack
Chorleitung Kinderchor Wolfgang Schwendinger
Choreographie Signe Fabricius
Stuntchoreographie Ran Arthur Braun
Dramaturgie Olaf A. Schmitt

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