BR-KLASSIK

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Sonntag, 18.11.2018

20:15 bis 21:00 Uhr

ARD-alpha

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Der junge israelische Dirigent Lahav Shani dirigierte im Mai 2017 „Romeo und Julia“ von Sergej Prokofjew. Für das Konzert mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks im Herkulessaal der Münchner Residenz fertigte er ein eigenes Arrangement aus den Orchestersuiten Nr. 1 und 2 an. | Bildquelle: BR/Peter Meisel

Bildquelle: BR/Peter Meisel

BR-KLASSIK: Brahms Klavierkonzert Nr. 2

Lahav Shani trifft Rudolf Buchbinder

Opern- und Konzertmitschnitte, Musiker-Porträts, Musik der Gegenwart oder Jazzproduktionen: BR Fernsehen und ARD-alpha bieten Ihnen Woche für Woche Highlights - nicht nur - der klassischen Musik.

Mitwirkende

 
Dirigent Lahav Shani
Redaktion Peter Fohrwikl
Dies ist mehr, als das musikalische Aufeinandertreffen zweier Generationen: Es ist eine glückliche Verschmelzung von Erfahrung und Intuition, Jugendlichkeit und Abgeklärtheit, Weitblick und Spontaneität - wobei keineswegs offensichtlich ist, welchem der beiden Protagonisten welcher Begriff jeweils zuzuschreiben ist.

Wir erleben Lahav Shani, den knapp 30-jährigen israelischen Nachwuchs-Dirigenten am Pult, sowie den über 70jährigen Österreicher Rudolf Buchbinder am Klavier, begleitet von einem der besten Orchester der Welt, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Im Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur von Johannes Brahms, von ihm ironisch als „kleines Konzertchen mit Scherzo“ beschrieben, ist der Solist im Zentrum und doch ständig im Dialog. So steht gleich am Beginn ein romantisches Hornsolo aus dem sich eine Klavierkadenz entspinnt, im zweiten Satz spielt das Cello mit dem Klavier im Duett und in den Klarinetten zitiert Brahms aus seinem Lied "Todessehnen".

Der Film beobachtet die beiden Künstler bei den Proben im Münchner Herkulessaal, beleuchtet aber auch die jeweilige Herkunft der beiden, ihre individuelle Herangehensweise an die Musik, ihre persönliche Erfahrung aus der Begegnung mit dem Musizierpartner vor der Brahms’schen Partitur.
In Ausschnitten aus der Aufzeichnung des Konzerts am 26. Mai 2017 lernen wir aber auch die Gestalt und Eigenart des ausladenden, viersätzigen Werks kennen, das Brahms selbst als Solist am Klavier 1881 uraufführte.

Die Filmemacher Dorothee Binding und Benedict Mirow konnten in den letzten Jahren erfolgreiche Dokumentationen mit Top-Musikern der internationalen Klassik-Szene realisieren. Darunter Künstler wie Lang Lang, Hilary Hahn, Mischa Maisky, Placido Domingo und Daniel Müller-Schott.

Die Produktion „Theresienstadt – Musik als Zuflucht“ mit Daniel Hope und Anne Sofie von Otter wurde u.a. mit dem ICMA 2014 Best Documentary und der Diapason d’Or de l’année 2014 ausgezeichnet. Der Konzertmitschnitt „Lang Lang – Live at Carnegie Hall“, ebenfalls eine Koproduktion mit dem Bayrischen Fernsehen, wurde 2003 mit dem ersten KLASSIK ECHO für DVD ausgezeichnet.

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