BR-KLASSIK

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Sonntag, 30.06.2019

20:15 bis 21:55 Uhr

ARD-alpha

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Bildquelle: BR/Peter Meisel

BR-KLASSIK: Klassik am Odeonsplatz 2017

Ein Weltstar des Schlagzeugs zu Gast bei „Klassik am Odeonsplatz“: Auftritt von Martin Grubinger im Juli 2017 bei der 16. Auflage des sommerlichen Klassikevents. Manfred Honeck dirigierte das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Mitwirkende

 
Dirigent Manfred Honeck
Redaktion Peter Fohrwikl
Martin Grubinger vereint mitreißende Musikalität mit atemberaubender Virtuosität. Der gebürtige Salzburger sorgte schon im Jahr 2013 bei „Klassik am Odeonsplatz“ für wahre Begeisterungsstürme. Dieses Jahr hat er Auszüge aus zwei seiner „Paradekonzerte“ gespielt: „The Tears of Nature“ von Tan Dun und das Konzert für Schlagzeug und Orchester des Wiener Komponisten Bruno Hartl. Das Schlagzeugkonzert des chinesischen, in New York lebenden Komponisten Tan Dun erlebte seine Uraufführung im Jahr 2012 durch Martin Grubinger mit Tan Dun am Dirigentenpult.

Bruno Hartl kennt die Möglichkeiten des Schlagzeugs bestens: Er ist im Hauptberuf Solo-Pauker bei den Wiener Philharmonikern. Sein Konzert entstand im Auftrag des damals 17-jährigen Martin Grubinger. Die Partitur eröffnete dem Solisten mit einer breiten Palette von Schlaginstrumenten das Spielfeld für ein wahres Feuerwerk der Percussion.

Manfred Honeck feierte 2017 sein Debüt am Pult zwischen den Löwen der Feldherrnhalle. Dabei trat er nicht nur als Dirigent, sondern auch als Arrangeur in Erscheinung. Aus Höhepunkten von Antonín Dvoráks beliebter Oper „Rusalka“ hat er eine eigene Orchestersuite zusammengestellt, die „Rusalka-Fantasie“.

Außerdem spielte das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit der „Suite für Varieté-Orchester“ ein weltberühmtes und dennoch kaum bekanntes Werk von Dmitri Schostakowitsch.

Unbekannt deshalb, weil es lange Zeit für ein anderes gehalten wurde, nämlich für die „Suite für Jazzorchester Nr. 2“. Erst 1999 tauchte ein Klavierauszug der im 2. Weltkrieg verschollenen „Jazzsuite“ auf. Seitdem ist klar: Die „Suite für Varieté-Orchester“ mit dem weltberühmten „Walzer Nr. 2“ ist ein eigenständiges Werk, auch wenn sie auf älteren CD-Covern oder als Melodie im Film „Eyes Wide Shut“ von Stanley Kubrick unter anderem Namen firmiert.

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