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Sonntag, 01.12.2019

21:45 bis 22:45 Uhr

ARD-alpha

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Bildquelle: picture-alliance/dpa

BR-KLASSIK: Mariss Jansons dirigiert

Anton Bruckner: Symphonie Nr. 3

Mariss Jansons dirigiert Anton Bruckner: Symphonie Nr. 3. Es spielt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in einer Aufzeichnung vom Lucerne Festival 2005

Mitwirkende

 
Redaktion Maximilian Maier
Anton Bruckners Symphonien verdanken ihre Klangwirkung vor allem dem Einfluss der Musik Richard Wagners. Bruckner machte aus seiner Verehrung für den Bayreuther Meister auch keinen Hehl, er vergötterte ihn geradezu.

Anlässlich eines Besuchs in Bayreuth im Jahr 1873 bat er Wagner, ihm eine seiner Symphonien widmen zu dürfen. Wagner wählte die kurz vor der Vollendung stehende 3. Symphonie aus, "die mit dem Trompetenthema." Bruckners "Wagner-Symphonie" erfuhr nach ihrer Widmung noch zahlreiche Änderungen durch den zweifelnden Komponisten, so dass mehrere Versionen dieser Komposition existieren.

Während die heute eher selten gespielte 1. Fassung viele Reminiszenzen an Leitmotiven aus Wagners Musikdramen enthält, sind diese in den späteren Versionen durchweg ausgemerzt.

Bruckners 3. Symphonie ist - wenngleich erst einige Jahre nach der populäreren 7. Symphonie uraufgeführt - diejenige seiner Symphonien, die mit ihrem typischen, Beethovens 9. Symphonie nachempfundenen Beginn aus dem Nichts, mit ihren weit geschwungenen thematischen Bögen und mit ihren charakteristischen Choralthemen den Prototyp der "Bruckner-Symphonie" darstellt.

Es spielt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung seines Chefdirigenten Mariss Jansons. Aufzeichnung aus dem Kultur- und Kongresszentrum Luzern vom 19. März 2005

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