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Mittwoch, 03.03.2021

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Bernhard Haitink dirigiert das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. | Bildquelle: BR/Peter Meisel

Bildquelle: BR/Peter Meisel

BR-KLASSIK: Haitink dirigiert Mahler und Schostakowitsch

Bernard Haitink dirigierte die Symphonie Nr. 15 a-Moll, op. 141 von Dmitri Schostakowitsch sowie Gustav Mahlers „Rückert-Lieder“ am 6. Februar 2015 in der Münchner Philharmonie im Gasteig. Es spielte das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, mit dem Haitink eine bereits im 57. Jahr stehende Zusammenarbeit verbindet. Solist war der Bariton Christian Gerhaher.

Mitwirkende

 
Dirigent Bernhard Haitink
Redaktion Beate Sampson
Er ist einer der bedeutendsten Liedinterpreten unserer Zeit, mehrfach mit höchsten Preisen ausgezeichnet und im Konzertsaal wie auf der Opernbühne gleichermaßen erfolgreich: der Bariton Christian Gerhaher. Bereits in der Saison 2012/13 war der gebürtige Straubinger als „Artist in residence“ zu Gast beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Dies war der Startschuss zu einer Phase besonders enger künstlerischer Zusammenarbeit. Eine Reihe gemeinsamer CDs des Sänger mit diesem Klangkörper geben darüber Zeugnis ab. 2015 nun kam Gerhaher zurück zum BR-Symphonieorchester und interpretierte unter der Leitung von Bernard Haitink die „Rückert-Lieder“ von Gustav Mahler. Im Gegensatz zu anderen Orchesterliedern wie „Des Knaben Wunderhorn“, welcher Mahler stark bearbeitete, ließ der Komponist die Verse von Friedrich Rückert weitgehend unverändert. Trotz ihrer im Vergleich zu anderen Werken Mahlers strengen Form beinhalten die „Rückert-Lieder“ das wohl privateste und intimste Lied Mahlers, das er seiner Frau Alma quasi zur Hochzeit schenkte und sie so seiner anbetenden Liebe versicherte: „Liebst Du um Schönheit.“
Außerdem dirigierte Bernard Haitink Schostakowitschs 15. Symphonie. Als letzte Symphonie im Schaffen des russischen Komponisten ist sie eine Art symphonisches Schlusswort. Auch wenn er vorhatte, eine „fröhliche Symphonie“ zu schreiben und dieser Beiname üblich geworden ist, hat bei ihr alles Heitere eine ins Skurrile, Groteske überzeichnete Dimension - ganz ähnlich wie bei Mahler. Zudem beinhaltet das Werk musikalische Referenzen, beispielsweise an Rossinis „Wilhelm Tell“, Wagners „Ring des Nibelungen“ oder den „Wozzeck“ von Alban Berg.

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