BR-KLASSIK

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Sonntag, 26.03.2017

11:00 bis 11:25 Uhr

ARD-alpha

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Konzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung seines Chefdirigenten Lorin Maazel. | Bildquelle: Honorarfrei lediglich für Ankündigungen und Veröffentlichungen im Zusammenhang mit obiger BR-Sendung bei Nennung: Bild: BR/Foto Sessner. Die Nutzung im Social Media-Bereich sowie inhaltlich andere Verwendungen nur nach vorheriger schriftlicher Vereinbarung mit dem BR-Bildmanagement, Tel. 089 / 5900 10580, Fax 089 / 5900 10585, Mail Bildmanagement@br.de

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BR-Klassik: Lorin Maazel dirigiert

Igor Strawinsky - Suite aus "L'oiseau de feu" ("Der Feuervogel")

Lorin Maazel dirigiert Igor Strawinsky: Der Feuervogel Suite Nr. 2. Es spielt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Aufzeichnung aus dem Herkulessaal der Residenz in München.

Mitwirkende

 
Dirigent Lorin Maazel
Redaktion Mechthild Albus
Im Jahre 1910 wurde an der Pariser Opera von der russischen Ballettkompanie Sergej Diaghilews das Ballett "Der Feuervogel" uraufgeführt. Mit der Komposition des Werks hatte der geniale Ballett-Impresario seinen jungen Landsmann Igor Strawinsky betraut, dem damit der Durchbruch zu internationaler Anerkennung gelang.

Einige Jahre später stellte Strawinsky aus der Partitur eine Orchestersuite für den Konzertsaal zusammen (1919), die er später noch einmal für kleinere Besetzung umarbeitete (1945).

Die Fabel des Balletts beruht auf zwei altrussischen Märchen, die der Choreograph und Tänzer Michail Fokin für Diaghilew zu einer bühnenwirksamen Handlung verwoben hatte: Im Zaubergarten des Menschenfressers Kastchei fängt der junge Prinz Iwan einen Feuervogel, der ihm für seine Freilassung eine seiner Federn schenkt.

Als sich Iwan in eine der tanzenden Prinzessinnen des Zauberers verliebt und ihr ins verbotene Schloss folgen will, tritt ihm der Zauberer entgegen, um ihn in Stein zu verwandeln. Doch der durch die Feder herbeigerufene Feuervogel verrät dem Prinzen das Lebensgeheimnis des Zauberers, so dass er ihn töten, die gefangenen Prinzessinnen befreien und seine Auserwählte, eine Zarentochter, als Braut heimführen kann.

Strawinskys sechssätzige Orchestersuite gibt die wichtigsten Episoden des Balletts wider und besticht ebenso durch die impressionistische Farbigkeit ihrer Instrumentierung wie durch die Vielfalt der musikalischen Charaktere, die von innigster lyrischer Verhaltenheit - etwa in der berühmten Oboenmelodie des Liebesthemas - bis zu entfesselter barbarischer Wildheit - im Höllentanz des Zauberers Kastchei - reichen und ungeachtet der folkloristischen Anklänge bereits auf den späteren Meister der Moderne verweisen.

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