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Donnerstag, 29.09.2022

19:30 UHR

München, Prinzregententheater

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musica viva des Bayerischen Rundfunks | Bildquelle: LMN Berlin

Bildquelle: LMN Berlin

musica viva Orchestre de la Suisse Romande, Ensemble intercontemporain mit Jonathan Nott

räsonanz - Stifterkonzert der Ernst von Siemens Musikstiftung

Rebecca Saunders scheint ihre Musik wie eine Bildhauerin zu gestalten: Mit ungebremster Fantasie und immer neuen Techniken dringt die 2019 mit dem Ernst von Siemens Musikpreis ausgezeichnete Komponistin tiefer in die verborgenen Schichten von Schallereignissen vor, um »Klänge so in ein Gewebe einzuarbeiten, dass nicht erkennbar ist, wo sie herkommen und wo sie hingehen«

Jenseits der ausgetretenen Pfade bewegt sich Rebecca Saunders auch in ihrem neuen Werk für das Orchester de la Suisse Romande und 12 SolistInnen des Ensemble intercontemporain, in dem die vielfältigen Möglichkeiten musikalischen Zusammenspiels systematisch ausgelotet werden.

In Boost von Dieter Ammann, stehen dann »Klangflächen […] gegen Motorisches, Stillstand gegen Schübe, Wandlungen gegen Brüche«. Auch in seinem Orchesterstück Glut lassen das collagenhafte Aufeinandertreffen der geballten musikalischen Strukturen an die immer noch gewagt wirkenden Klangvisionen eines Charles Ives denken. Glut, so der aus dem schweizerischen Aargau stammende Komponist, sei »von einer außerordentlichen Dichte der Ereignisse« geprägt: Musik, die den Gegensatz »Leidenschaft des Suchenden versus Flut der Klangmöglichkeiten« aufstellt und deren »innere Glut, zu Klang geformt, nach außen drängt«.

Ebenfalls in diesem Konzert zu hören: Pierre Boulez’ Klassiker Messagesquisse, der anlässlich des 70. Geburtstags von Paul Sacher entstand – ein auf dem in Musik übertragenen Namen des Widmungsträgers beruhendes Feuerwerk von raffiniertester Kombinatorik, das selbst die Zahlenkünste der alten Niederländer und die Reihenschöpfungen Anton Weberns übertrifft.

Mitwirkende

SolistInnen des Ensemble intercontemporain
Orchestre de la Suisse Romande
Léonard Frey-Maibach Violoncello Solo
Jonathan Nott Leitung
 

Programm

Die Werke und deren Komponisten
Rebecca Saunders Wound [Uraufführung]
Dieter Ammann Boost
Pierre Boulez Messagesquisse
Dieter Ammann Glut

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