BR-KLASSIK

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Samstag, 05.08.2017

13:05 bis 14:00 Uhr

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Gundula Janowitz als Rosalinde/Fledermaus | Bildquelle: OperaWorld

Bildquelle: OperaWorld

Cantabile

Zum 80. Geburtstag der Sopranistin Gundula Janowitz

Die Klassik-Sendung mit Highlights und Raritäten aus Oper, Lied und Konzert sowie Porträts großer Sänger am Samstagmittag

Der silbrige Schimmer ihres feinen Soprans wurde ebenso bewundert wie ihre instrumental geführte reine und nahezu vibratolose Stimme. Von dem „betäubenden Glück ihres Gleichmaßes“ berichtete Ivan Nagel einmal nach einem Münchner Recital 1971 mit Brahms-Liedern. Lieder singen zu dürfen, empfand die Janowitz als Glücksfall und Einladung an ihr Publikum, sie auch mit diesem Genre zu hören, über 300 Liederabende gab sie. Daneben bildeten die Opern von Mozart und Strauss die festen Säulen im Programm der lyrischen Sopranistin. Dabei erweiterte sie ihr Repertoire behutsam von jugendlich-dramatischen zu hochdramatischen Partien von Verdi und Wagner, wagte aber auch Ausflüge ins komische Fach, etwa mit der Partie der Rosalinde aus der „Fledermaus“.
Geboren wurde Gundula Janowitz am 2. August 1937 in Berlin, in Graz wuchs sie auf und schlug sich neben der Gesangsausbildung als Stenotypistin durch, bis Herbert von Karajan auf sie aufmerksam wurde und sie an die Wiener Staatsoper holte. Dort war die Sängerin österreichisch-ungarischer Abstammung bis 1990 Ensemblemitglied - neben ihren vielen Engagements in aller Welt, von der Met bis Glyndebourne und Paris, von Salzburg bis Bayreuth.

Wolfgang Amadeus Mozart: "Die Zauberflöte", Duett Pamina - Papageno aus dem 1. Akt (Walter Berry, Bass; Philharmonia Orchestra London: Otto Klemperer); "Le nozze di Figaro", Kavatine der Gräfin aus dem 2. Akt (Orchester der Deutschen Oper Berlin: Karl Böhm); "Don Giovanni", Rezitativ und Arie der Donna Anna aus dem 2. Akt (Wiener Philharmoniker: Herbert von Karajan); Richard Strauss: "Ariadne auf Naxos", Monolog der Ariadne (Orchester der Wiener Staatsoper: Karl Böhm); "Morgen", op. 27, Nr. 4 (Academy of London: Richard Stamp); Franz Schubert: "Sehnsucht", D 516; "Die Götter Griechenlands", D 677 (Irwin Gage, Klavier); Giuseppe Verdi: "Simon Boccanegra", Arie der Amelia aus dem 1. Akt (Orchester der Wiener Staatsoper: Josef Krips); Richard Wagner: "Die Walküre", Szene der Sieglinde aus dem 1. Aufzug (Berliner Philharmoniker: Herbert von Karajan); Johann Strauß: "Die Fledermaus", Terzett Rosalinde - Eisenstein - Adele aus dem 1. Akt (Carolyn Malone, Sopran; Eberhard Waechter, Bariton; Orchester der Bayerischen Staatsoper: Carlos Kleiber)

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