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Samstag, 11.11.2017

23:05 bis 00:00 Uhr

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Kirchenfenster | Bildquelle: picture-alliance/Uta Poss

Bildquelle: picture-alliance/Uta Poss

"Protestantische Musik" Musik der Welt

"A mighty fortress is our God"

Fremde Länder, fremde Klänge in Features, Reportagen und Interviews. Ein internationales Autoren-Team präsentiert Musik rund um den Globus, vom Porträt bis zum Konzertmitschnitt.

Als Martin Luther den Text zu dem Lied “Ein feste Burg ist unser Gott“ schrieb, konnte er noch nicht ahnen, dass es einmal rund um den Erdball als Hymne des Protestantismus, in vielen Ländern sogar als des Christentums schlechthin gelten würde. Da das protestantische England die größte Kolonialmacht war, die Niederlande, Belgien und Teile Deutschlands waren ebenfalls protestantisch - war für die Missionierten vieler Kolonien Christentum gleichbedeutend mit Protestantismus, gleichbedeutend mit einer Religion, in der das eigene Singen essentiell ist. So wie es in den meisten traditionellen Kulturen ebenfalls üblich ist. In manchen Ländern wurde der durch die Missionare verbreitete mehrstimmige Gesang zur musikalischen Normalität - auf manchen Südseeinseln oder in Südafrika wird die Singart der Missionare heute als alte Tradition empfunden. Manche protestantischen Gesänge machten im Laufe der Jahre richtig „Karriere“: Sowohl die heutige südafrikanische Nationalhymne „Nkosi Sikelele Afrika“ als auch das bekannteste Protestlied der Bürgerrechtsbewegung stammen aus der Feder eines protestantischen Komponisten und waren ursprünglich geistliche Lieder.

Protestantische Musik zwischen Malmö und Makumira
Von Ulrike Zöller

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