BR-KLASSIK

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Dienstag, 26.12.2017

09:05 bis 10:00 Uhr

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Komponist Peter Tschaikowsky -Konservatorium - Moskau 1910 | Bildquelle: dpa/akg images

Bildquelle: dpa/akg images

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky - Eine Hörbiografie (2/9)

Der Wille zum Glück

Als Konservatoriums-Lehrer findet Tschaikowsky schnell einen Job. Aber er will sich als Komponist etablieren. Dazu muss eine Symphonie her, groß und neuartig in Russland! Und er muss dirigieren, sich vor dem großen Publikum zeigen. Doch seine Nerven sind nicht die besten. Dann träumt er auch von Heirat.

BR-Klassik setzt seine erfolgreiche Reihe mit Hörbiografien fort: Die neue Produktion, die auch als CD-Box erscheint, gilt Peter Tschaikowsky. In neun Kapiteln vergegenwärtigt Jörg Handstein seine Lebensgeschichte, die bis heute ein Politikum ist: Während das offizielle Russland die nationale Ikone vom vermeintlichen Makel der Homosexualität "rein" halten will, ist er für viele schwule Künstler eine Identifikationsfigur. Zahlreiche Mythen haben Tschaikowskys Bild überlagert. Die neue Hörbiografie hält sich, wie gewohnt, streng an die Originalquellen und den historischen Kontext. Oft verschwiegene Briefstellen ermöglichen einen unverstellten Blick auf den Menschen. Dargestellt von exzellenten Sprechern wie Udo Wachtveitl (Erzähler) und Stefan Wilkening (Tschaikowsky) wird das Leben eines Künstlers, der gegen die gesellschaftlichen Zwänge sein Glück zu finden versuchte. Eng verwoben damit ist das Werk eines Komponisten, der im Spannungsfeld zwischen Russland und Westeuropa seinen eigenen Weg fand - und dabei einzigartige, viele Menschen beglückende Musik schuf. Diese Geschichte ist auch ohne Spekulationen spannend genug.

Eine Hörbiografie in neun Teilen
Zweites Kapitel: Symphonische Träume (1866-1870)
Von Jörg Handstein
Mit Udo Wachtveitl (Erzähler), Stefan Wilkening (Tschaikowsky), Shenja Lacher, Viola von der Burg und anderen
Teil 3: Mittwoch, 27. Dezember 2017, 9.05 Uhr

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