BR-KLASSIK

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Dienstag, 02.01.2018

09:05 bis 10:00 Uhr

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Komponist Peter Tschaikowsky 1878 | Bildquelle: dpa/akg images

Bildquelle: dpa/akg images

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky - Eine Hörbiografie (6/9)

Der Wille zum Glück

Tschaikowsky flieht in die Schweiz, zieht immer wieder durch Italien, ist selten zu Hause. Nach der Trennung von seiner Frau fühlt er sich besser: So schlimm ist es gar nicht, schwul zu sein! Er komponiert leichtere, weniger dramatische Werke. Doch weitere Heimsuchungen bleiben ihm nicht erspart.

BR-Klassik setzt seine erfolgreiche Reihe mit Hörbiografien fort: Die neue Produktion, die auch als CD-Box erscheint, gilt Peter Tschaikowsky. In neun Kapiteln vergegenwärtigt Jörg Handstein seine Lebensgeschichte, die bis heute ein Politikum ist: Während das offizielle Russland die nationale Ikone vom vermeintlichen Makel der Homosexualität "rein" halten will, ist er für viele schwule Künstler eine Identifikationsfigur. Zahlreiche Mythen haben Tschaikowskys Bild überlagert. Die neue Hörbiografie hält sich, wie gewohnt, streng an die Originalquellen und den historischen Kontext. Oft verschwiegene Briefstellen ermöglichen einen unverstellten Blick auf den Menschen. Dargestellt von exzellenten Sprechern wie Udo Wachtveitl (Erzähler) und Stefan Wilkening (Tschaikowsky) wird das Leben eines Künstlers, der gegen die gesellschaftlichen Zwänge sein Glück zu finden versuchte. Eng verwoben damit ist das Werk eines Komponisten, der im Spannungsfeld zwischen Russland und Westeuropa seinen eigenen Weg fand - und dabei einzigartige, viele Menschen beglückende Musik schuf. Diese Geschichte ist auch ohne Spekulationen spannend genug.

Eine Hörbiografie in neun Teilen
Sechstes Kapitel: Nomadenleben (1877-1882)
Von Jörg Handstein
Mit Udo Wachtveitl (Erzähler), Stefan Wilkening (Tschaikowsky), Shenja Lacher, Viola von der Burg und anderen
Teil 7: Mittwoch, 3. Januar 2018, 9.05 Uhr

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