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Freitag, 12.10.2018

20:05 bis 22:00 Uhr

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Fotos vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks | Bildquelle: Tobias Melle

Bildquelle: Tobias Melle

Live aus dem Herkulessaal der Münchner Residenz - Surround Konzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks

Leitung: Daniele Gatti

Wenn der Mailänder Dirigent Daniele Gatti beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zu Gast ist - und das ist er seit 25 Jahren - darf man auf außergewöhnliche Programme gespannt sein. Diesmal kombiniert Gatti Jugendwerke zweier Wiener Komponisten, die knapp ein Jahrhundert trennt: Franz Schubert und Anton Webern. Im Zentrum steht Weberns Auseinandersetzung mit der Königsgattung Streichquartett. In Versionen für Streichorchester demonstriert Gatti, wie der Schönberg-Schüler zwischen 1905 und 1909 seine Tonsprache revolutionierte. Während ein für sich stehender Langsamer Satz in seiner spätromantischen Emphase noch an Schönbergs "Verklärte Nacht" anknüpft, markieren die Fünf Sätze, op. 5 einen Quantensprung in Weberns Entwicklung: Extrem verdichtet bieten diese Miniaturen ein riesiges Ausdrucksspektrum - vom geräuschhaften Raunen bis zum grellen Aufschrei. Diese Talentproben Weberns rahmt Gatti mit zwei frühen Symphonien Schuberts ein, die den jungen Romantiker im Ringen mit den Wiener Klassikern auf dem Weg zur großen Form zeigen. Sowohl die Dritte Symphonie als auch die Sechste, die "Kleine C-Dur-Symphonie", bestechen durch ihren melodiösen Charme und ihren tänzerischen Schwung à la Rossini.

Franz Schubert: Symphonie Nr. 3 D-Dur; Anton Webern: Langsamer Satz; Fünf Sätze, op. 5; Franz Schubert: Symphonie Nr. 6 C-Dur
Dazwischen:
PausenZeichen
Falk Häfner im Gespräch mit Benjamin Schwartz, zuständig für künstlerische Planung beim BR-Symphonieorchester

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