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Donnerstag, 18.10.2018

19:05 bis 20:00 Uhr

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Amy March Beach (1867-1944) gilt als die erste Amerikanerin, die eine ganze Symphonie komponierte und veröffentlichte. Porträt von 1905 | Bildquelle: picture alliance/Everett Collection

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"Do it yourself"

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Mit einem Jahr sang sie Melodien nach, zwei Jahre später konnte sie lesen, als Vierjährige schrieb sie ihre ersten Klavierstücke. Die amerikanische Komponistin Amy Beach war ein Wunderkind. Nur ihre Eltern verkannten ihr Ausnahmetalent und untersagten ihrer hochbegabten Tochter eine professionelle musikalische Ausbildung.
Doch Amy Beach, geboren 1867 in New Hampshire, USA, ließ sich nicht aufhalten. Sie konzertierte als Pianistin und brachte sich das Komponieren und Orchestrieren selbst bei. 1892 wurde in Boston ihre Es-Dur Messe uraufgeführt, mit Ende 20 präsentierte Amy Beach als großen Erfolg ihre "Gaelische Symphonie" und wurde die erste Amerikanerin, die in dieser Gattung internationale Anerkennung fand. Das Fachpublikum rätselte, ob ihre Musik eher "männlich" oder "weiblich" wäre. Als avantgardistisch würde man ihren Stil nicht bezeichnen, aufgefrischt mit Elementen der Musikkultur der Inuit und amerikanischen Ureinwohnern. Progressiv war hingegen ihr Lebensstil, der Frauen ihrer Generation ermutigte, ebenso als Ehefrau und Mutter weiterhin künstlerisch zu wirken. Julia Schölzel stellt Musik und Leben der überragenden Do-it-yourself-Komponistin vor.

Die Komponistin Amy Beach
Von Julia Schölzel

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