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Samstag, 05.01.2019

19:05 bis 22:00 Uhr

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Szenenfoto aus der Cherubini-Oper "Medea" an der Staatsoper Berlin - Sonya Yoncheva (Médée) | Bildquelle: ©  Bernd Uhlig

Bildquelle: © Bernd Uhlig

Opernabend

Luigi Cherubini: "Médée"

Mit der bulgarischen Sopranistin Sonya Yoncheva in der Titelrolle kam im Oktober 2018 Luigi Cherubinis Oper "Médée" neu an die Berliner Staatsoper Unter den Linden. Daniel Barenboim steht am Pult der Staatskapelle Berlin. Den Mitschnitt gibt es hier zum Anhören.

Maria Callas, die Primadonna assoluta des 20. Jahrhunderts, hat nicht nur Publikumslieblinge interpretiert: Bellinis Norma, Donizettis Lucia, Verdis Violetta oder Puccinis Tosca. Sie hat auch vergessene Heldinnen wiederentdeckt: Cherubinis Medea zum Beispiel! Die ursprünglich französischsprachige Opéra comique "Médée" kam 1797 in Paris heraus, drei Jahre später auf Deutsch in Berlin. Das sängerische "Zugpferd" der im Oktober herausgekommenen Neuproduktion an der Berliner Staatsoper Unter den Linden war die bulgarische Sopranistin Sonya Yoncheva - eine hochinteressante Besetzung für die Titelpartie! Koriphäen wie Beethoven oder Brahms hielten das Stück für eine Oper der Superlative, und sie hatten Recht damit: wegen der überragenden kompositorischen Qualität der Partitur. Innovationslust verbindet sich mit respektheischend strengem Kalkül, und das betrachtet auch ein Maestro wie Daniel Barenboim als Herausforderung. Was ist der Orchesterpart doch für ein tönender Spiegel des inneren Kampfes, den die ausgegrenzte Außenseiterin Medea mit sich austrägt! Wenn Liebe in Hass umschlägt, kann eine Frau schon mal ihre eigenen Kinder töten. Die neue Flamme des Ex-Gatten ohnehin ...

Opéra comique in drei Akten
In französischer Sprache
Médée - Sonya Yoncheva
Jason - Charles Castronovo
Créon - Iain Paterson
Dircé - Elsa Dreisig
Néris - Marina Prudenskaya
und andere
Staatsopernchor
Staatskapelle Berlin
Leitung: Daniel Barenboim
Aufnahme vom 7. Oktober 2018 in der Staatsoper "Unter den Linden", Berlin

Anschließend ab ca. 21.30 Uhr:
Zum 90. Geburtstag des Flötisten Peter-Lukas Graf
Ludwig van Beethoven: Serenade D-Dur, op. 25 (Peter-Lukas Graf, Flöte; Franco Gulli, Violine; Bruno Giuranna, Viola)

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